Erstellt am 16. Januar 2016, 05:13

von Benjamin Mühlbacher

Keniaprojekt wackelt. Seit rund zwei Jahren unterstützt die Stadt ein Schulprojekt in Kenia. Die Weiterführung scheint ungewiss.

Pfarrer David Malel in einer der bereits fertiggestellten Klassenräume.  |  NOEN, keniaschule.com

Die Abberufung von Pfarrer David Malel schlägt weiter Wellen in der Stadt Fischamend. Ende August soll der beliebte Seelsorger in seine kenianische Heimat zurückberufen werden (die NÖN berichtete ausführlich).

Mit dem Ende seines Wirkens steht jetzt aber auch das Fischamender Hilfsprojekt für Kenia auf wackeligen Beinen. Seit rund zwei Jahren trägt sie Stadt zum Ausbau und zum Betrieb einer kenianischen Schule bei (siehe Infobox rechts). „Das Projekt war immer maßgeblich von Pfarrer David Malel getragen. Jetzt ist die Frage wie die Spender auf seine eventuelle Abberufung reagieren“, sagt Franz Lorenz, Mitglied des Projektteams, gegenüber der NÖN.

Von einem Aus für das Projekt wolle er nicht sprechen denn schließlich gehe es um die Kinder, so Lorenz weiter, aber „man kann nicht mehr fix sagen, dass unser Geld dem Schulbau so direkt wie bisher zugute kommt, sollte Pfarrer David Malel nicht mehr involviert sein.“ Auch Bürgermeister Thomas Ram (Gemeinsam für Fischamend) sieht die Situation ähnlich: „Das Keniaprojekt war immer eine Herzensangelegenheit von Pfarrer David, die Spendenbereitschaft würde sicher sehr stark zurückgehen sollte er wirklich abberufen werden.“
Genau das will der Stadtchef dem kenianischen Bischof mitteilen und so erreichen, dass er von einem Rückruf von Malel absieht. Das geht in die Richtung, in der die Erziözese Wien die größten Chancen sah: Ein direkter Kontakt nach Kenia.