Fischamend

Erstellt am 25. August 2016, 05:11

von Gerald Burggraf

Mehr Schutz durch moderne Sirenen. Zwei der drei Anlagen im Stadtgebiet sind bereits optimiert. Einsatz aber nur bei Zivilschutz-Notfällen.

Die neuen Sirenen besitzen eine eigene Tonlage, die es ihnen erlaubt, auch Schallschutzfenster zu durchdringen, verrät Hubert Binder.  |  Stadtgemeinde Fischamend

Bis ins Jahr 1995 gab es in Fischamend nur eine Sirene – und zwar jene am Hauptplatz. Dieses Alarmsignalgerät war motorbetrieben und daher auf eine ständige Stromzufuhr angewiesen. Vor mittlerweile 21 Jahren traf man daher die Entscheidung, drei weitere Sirenen anzuschaffen. Je eine wurde auf einem Gemeindewohngebäude in der „Dr. Karl Renner Straße“, der „Wienerstraße“ und der „Enzersdorferstraße“ installiert.

Hubert Binder  |  Stadtgemeinde Fischamend

Abgesehen von der größeren Anzahl war auch die Technik eine Neuerung – die Signalanlagen wurden nämlich elektrisch betrieben und konnten durch eine Notfallbatterie auch im Falle eines Stromausfalls genutzt werden. Doch nach 20 Jahren ist der Zenit der moderneren Sirenen erreicht, daher läuft seit dem vergangenen Jahr eine große Tauschaktion.

„Die Sirene in der Dr. Karl Rennerstraße haben wir im Vorjahr erneuert. Vor zwei Woche war dann jene in der Wienerstraße an der Reihe“, berichtet Hubert Binder, freiwilliger Sirenenbeauftragter in Fischamend. Die letzte Anlage wird 2017 getauscht. Die Kosten von rund 10.000 Euro pro Sirene muss fast zur Gänze die Stadtgemeinde tragen.

Überprüfung der Anlage aus der Ferne

Diese Anlagen bringen natürlich eine noch neuere Technik mit. So wird Binder etwa im Falle einer Störung per SMS darüber informiert. „Darüber hinaus kann der Zustand der Anlage aus der Entfernung geprüft werden“, erklärt der ehemalige Feuerwehrkommandant. Diese Zusatzfunktion wird vom Land NÖ finanziell unterstützt.

Zum Einsatz kommen die Sirenen nur noch bei Zivilschutznotfällen wie etwa bei Hochwasser oder Reaktorunfällen. „Die Feuerwehr wird zwar in kleineren Gemeinden noch über die Sirene alarmiert, in Fischamend läuft das aber nur noch über Blaulicht-SMS oder Pager. Bei der Anzahl der Einsätze würde die Bevölkerung wohl verrückt werden“, schmunzelt Binder.

Die Motorsirene am Hauptplatz gibt es auch noch. Allerdings ist es seit 1999 eine neue, die alte – noch aus der Kriegszeit – musste damals erneuert werden.