Erstellt am 31. Dezember 2015, 05:58

von Benjamin Mühlbacher

Personenkomitee für Pfarrer David Malel. Stadt kämpft weiter um ihren Pfarrer. Jetzt treten prominente Fischamender für ihren Pfarrer David ein.

Pfarrer David Malel würde seinerseits gerne in Fischamend bleiben.  |  NOEN, Mühlbacher

Wie die NÖN berichtete, soll Fischamends Pfarrer David Malel Ende August in seine kenianische Heimat zurückberufen werden. Der Gemeinderat der Stadt und der Pfarrgemeinderat haben einen Beschluss gefasst, wonach der beliebte Pfarrer seinen Dienst in Fischamend fortsetzen soll. Auch eine Unterschriftenliste für den Verbleib von Malel in der Gemeinde liegt am Stadtamt auf.

Jetzt formiert sich eine Personengruppe rund um Franz Lorenz und Adalbert Melichar, die ihrerseits den Verbleib von Pfarrer Malel fordern: „Er hat mit seiner freundlichen und kommunikativen Art eine neue, sehr positive Stimmung in die Pfarre gebracht. Besonders beim Umgang mit Kindern spürt man seine Liebe und Freude zu Menschen“, sagt etwa Franz Lorenz. Ähnliche Worte findet Adalbert Melichar, er fände es „sehr schade, wenn unser Pfarrer David weggehen müsste. Er ist ein äußerst beliebter Seelsorger und in die Fischamender Gemeinschaft sehr gut integriert.“

Erzdiözese Wien bremst Euphorie

Pfarrgemeinderätin Ingrid Franc stößt ins gleiche Horn: „Er zeigt sich offen gegenüber allen Fischamendern und hat so auch viele neue Menschen zur Pfarre gebracht. Ich schätze vor allem seine Lebendigkeit“, so Franc. Allesamt Zeichen, die klar zeigen, dass die Fischamender ihren Pfarrer halten wollen.

Die Erzdiözese Wien steht aber nach wie vor auf der Bremse und gibt den Fischamender Bestrebungen kaum Chancen: Pressesprecher Michael Prüller sieht die Österreichische Kirche nicht in der Pflicht. Es sei ein Rückruf des Kenianischen Bischofs gewesen. Außerdem sei die Amtszeit von Pfarrer Malel schon zweimal verlängert worden und er schließt im kommenden Semester sein Studium ab. Danach sei ein solcher Schritt nichts Ungewöhnliches, so Michael Prüller gegenüber der NÖN. Einem Schreiben, direkt an den kenianischen Bischof, räumt er noch die besten Chancen ein.