Fischamend

Erstellt am 06. Juli 2016, 05:24

von Gerald Burggraf

S7: Ab Flughafen fahren kaum Züge. Stadtgemeinde beschwert sich über magere Taktung der Airport-Schnellbahn. ÖBB stellt Lösung in Aussicht.

Laut Stadtgemeinde wird die „öffentliche Lebensader Fischamends“, die S7, zu wenig befahren.  |  noen, Burggraf

Die Fertigstellung des Bahnhofs am Flughafen sowie des Hauptbahnhofs in Wien brachte eine enorme Steigerung der Verbindungen. Ziel der Aufstockung war es, vor allem Fluggäste aus Linz oder Salzburg die öffentliche Anreise zu erleichtern und sie zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen.
Eher sarkastisch wird diese Maßnahme in der Fischastadt bewertet, vor allem im Hinblick auf die Schnellbahnlinie S7. „Während, begleitet von einer großen Werbekampagne, nunmehr über dreißig zusätzliche Nah- und Fernverkehrszüge den Flughafen ansteuern, tröpfeln nur die allerwenigsten weiter in das wenige Kilometer entfernt liegende Fischamend“, heißt es in einer Aussendung.

Auch der Fahrplanwechsel habe wenig gebracht. Es gebe zwar eine zusätzliche Verbindung am Morgen, am Wochenende würde die S7 jedoch nur noch alle zwei Stunden fahren. Zudem habe der neue Tarifplan des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) keine Verbesserungen gebracht.

Keine Verbesserungen durch Tarifreform

Ganz im Gegenteil, denn so wurde die Wochenkarte 60 Cent, die Monatskarte 30 Cent und die Jahreskarte drei Euro teurer. „Das alles, verbunden mit häufigen Ausfällen, die teilweise Stunden andauern, macht die ÖBB für die Einwohner von Fischamend trotz vieler gegenteiliger Ankündigungen leider nach wie vor zu keiner attraktiven Alternative“, wird kritisiert.

Bei der ÖBB ist man um Beruhigung bemüht. „Wir wissen um die Auslastung der Züge und haben diesbezüglich auch schon Kontakt zum Verkehrsverbund aufgenommen, um einen Zusatzzug im Morgenverkehr zu führen. Noch fehlt uns aber das OK“, wird auf NÖN-Anfrage erklärt. Zudem stellt die Bahn eine Taktverdichtung auf der S7 in Aussicht. „Sie ist mit unserem Partner VOR in Ausarbeitung“, heißt es vonseiten der ÖBB. Ein zusätzlicher Waggon bei den bestehenden Verbindungen sei aber wegen der Bahnsteige nicht möglich, diese seien einfach zu kurz.

ÖBB sieht nach Reform einen „faireren Tarif“

In Bezug auf die Tarifreform hält man bei der Bahn fest, dass diese Angelegenheit des VOR sei. So gebe es nun ein „faires, einfaches und umfangreiches Relationsmodell“. Bei Preiserhöhungen der Jahreskarte könne der VOR kontaktiert werden, so seien mit den Ländern Abfederungsmaßnahmen vereinbart.

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