Erstellt am 11. November 2015, 05:47

von Gerald Burggraf

Cargo Nord statt Mazur-Parkplatz. Spätestens Anfang Dezember werden rund 400 Asylwerber am Flughafen-Gelände untergebracht.

Statt des Mazur-Parkplatzes (neben der Technischen Basis von Austrian Airlines) wird das Containerdorf für rund 400 Flüchtlinge im Flughafen-Speditionsgebiet »Cargo Nord« entstehen.  |  NOEN, Gerald Burggraf
| Mit Ende Oktober wurde das Flüchtlingslager in einem der Hangars am Flughafen Wien-Schwechat wie vereinbart aufgelassen. „Die bisherige Unterkunft in der Gerätehalle war kältebedingt nicht mehr als Unterkunft nutzbar“, erläutert Pressesprecher Peter Kleemann auf NÖN-Anfrage.

Damit ist vorerst auch das direkte Engagement des Roten Kreuzes Schwechat in Flüchtlingsangelegenheiten beendet. Der Flughafen arbeitet jedoch bereits mit dem Landesverband der Rettungsorganisation bereits an einem weiteren Flüchtlingsprojekt. Wie Anfang September verlautbart, ist derzeit ein Containerdorf für 400 Asylwerber im Entstehen.

Die bisherige Unterkunft in der Gerätehalle war
kältebedingt nicht mehr als Unterkunft nutzbar.“
Flughafen-Pressesprecher Peter Kleemann

„Wir arbeiten mit Hochdruck an der Errichtung der neuen Flüchtlingsunterkunft“, unterstreicht Kleemann. Mittlerweile hat sich der Standort jedoch geändert. Denn ursprünglich sollten die Container auf dem Mazur-Parkplatzes direkt an der Bundesstraße B9 errichtet werden. Nach einer genaueren Betrachtung kristallisierte sich das Speditionsgelände „Cargo Nord“ jedoch als passender heraus. „Die Inbetriebnahme ist für Ende November/Anfang Dezember geplant“, erläutert der Airport-Sprecher.

Lob für die professionelle Vorbereitung der Flüchtlingsquartiere erhält der Schwechater Leitbetrieb vonseiten des Innenministeriums und des Roten Kreuzes. „Ein großer Dank für dieses Engagement“, meint etwa Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck.
Auch Andreas Zenker vom Roten Kreuz NÖ streicht die „außergewöhnliche Arbeit“ des Flughafens hervor. Während sich der Airport um die komplette Organisation kümmert, wird das Rote Kreuz das Containerdorf betreiben.