Erstellt am 06. Januar 2016, 04:08

von Martin Dichler

Erste Embraer hob ab. Mit dem Namen „Central Europe“, startete das neue Flugzeug zu seinem ersten Linieneinsatz. Die NÖN war mit an Bord.

Sichtlich stolz ist die Crew des Erstfluges unter Chefpilot Kapitän Rudolf Buchsteiner (l.). Bis zu 900 Mitarbeiter werden auf den neuen Typen bis August 2017 ausgebildet.  |  NOEN, Foto: Martin Dichler
Dass dieser Flug kein gewöhnlicher Austrian Flug werden sollte, wurde den Passagieren am frühen Morgen des 4. Jänner sehr schnell klar. Direkt am Gate im Terminal 3 des Flughafens Schwechat wurde noch vor dem Abflug eine bei diesen Premieren übliche „Ribbon Cutting“-Zeremonie abgehalten und Vertreter der Fluggesellschaft und des Flugzeugherstellers Embrear richteten ihre Grußworte an die versammelten Passagiere und Pressevertreter. Um 07:46 Uhr hob dann Flug OS 177 zu seinem Erstflug von Wien nach Stuttgart ab und landete knapp eine Stunde später an seinem Zielort.

Der erstmalige Einsatz des neuen Embraer Jets im Dienste von Austrian Airlines war von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Die Fluglinie startete ein Flottenmodernisierungsprogramm, dass die Ablöse von 21 in die Jahre gekommenen Fokker Flugzeugen durch den Einsatz von 17 modernen Embraer 195 Jets bis August 2017 vorsieht. Bis zum Erstflug war eine Menge Vorbereitung notwendig, wie Robert Heusmann, der zuständige Austrian Projektleiter in seiner Ansprache berichtete.

Arbeitsplatzsicherung für viele Mitarbeiter

Bis zu 150 Mitarbeiter arbeiteten an der Integration des neuen Flugzeugtyps in die Austrian Flotte. Sichtlich erleichtert sprach dieser dann auch anlässlich des Erstfluges von einem „gelungenen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens“ und weiter: „Die Vorbereitungsarbeiten für die Einflottung des Embraer waren hoch komplex und haben knapp ein Jahr vor dem Erstflug begonnen. Dafür können wir unseren Kunden jetzt ein qualitativ hochwertiges Produkt, einen professionellen Service und Sicherheit bieten.“

Der Einsatz der neuen Jets, die ein Durchschnittsalter von nur vier Jahren haben, bedeutet auch eine Arbeitsplatzsicherung für viele Mitarbeiter. Fast 900 Angestellte, davon 192 Piloten, 600 Flugbegleiter sowie 80 Techniker und das dafür notwendige Bodenpersonal, werden in den nächsten Monaten auf den Embrear Typ eingeschult.

Um die Pilotenausbildung zukünftig zu erleichtern, wird in Kürze ein Embrear-Flugsimulator am Flughafen Schwechat zum Einsatz kommen. Auch neue Umweltstandards setzt der Jet, mit bis zu 18 Prozent geringerem Kerosinverbrauch als sein Vorgänger.