Schwechat

Erstellt am 06. April 2017, 04:12

von Gerald Burggraf

Austro Control: Pünktlichkeit erhöht. Luftfahrtbehörde zieht positive Bilanz. In Schwechat gab es im An- und Abflugbereich Verspätungen von unter einer Minute.

Vorstandschef Heinz Sommerbauer sieht in der Zukunft einen Bedarf für dritte Piste.  |  Burggraf

Mit durchschnittlich 0,95 Minuten an Verspätung im An- und Abflugsbereich des Schwechater Airports erreicht die heimische Luftfahrtbehörde „Austro Control“ einen respektablen Wert. Zum Vergleich dazu liegt man etwa in Amsterdam bei 2,17 Minuten oder in London-Heathrow bei 1,87 Minuten.

Noch besser schneidet die Austro Control hingegen beim Verspätungswert der Überflüge durch Österreich ab. Mit 0,07 Minuten rangiert man deutlich unter dem europäischen Schnitt von 0,86 Minuten. Und das trotz einer, wenn auch sehr geringfügigen, Steigerung des Flugverkehrs im heimischen Luftraum von 0,5 Prozent. „Von Jänner bis März 2017 liegt der Wert sogar bei 2,5 Prozent“, berichtet Vorstandsvorsitzender Heinz Sommerbauer bei einem Pressetermin am Donnerstag.

"Weil wir sie in Zukunft brauchen"

Den höchsten Anstieg gab es übrigens beim „Point-to-Point“- Verkehr mit der vor allem den Billigairlines zuzuschreiben ist. „Das ist in unserem Luftraum massiv gewachsen“, hält Sommerbauer fest. Die Austro Control rechnet auch weiterhin mit einem Anstieg des Flugverkehrs.

Daher sei auch die dritte Piste am Schwechater Flughafen wichtig, „weil wir sie in Zukunft brauchen“, macht der Vorstandsvorsitzende klar. In den Hauptverkehrszeiten in der Früh und am Abend ist man teils am Limit. „Mit der dritten Piste könnten wir mehrere Möglichkeiten anbieten, auch was die Fluglärmbelastung angeht“, meint Sommerbauer. Langfristig werden natürlich auch die Pünktlichkeitswerte schwer zu halten sein. „Das heißt aber nicht, dass die Flugzeuge kreisen, sondern dass sie am Abflugsort länger stehen müssen“, so der Austro Control-Chef.