Erstellt am 20. September 2015, 08:36

von Stefan Obernberger und Andreas Fussi

FP-Gemeinderat Ertl trat aus Schwechater FPÖ aus. Wie der Schwechater Gemeinderat und ehemalige FPÖ-Bundesrat Johann Ertl am Samstag bekanntgegeben hat, war er bereits am Freitag aus der Schwechater FPÖ ausgetreten.

Johann Ertl: „Was nach der Landtagswahl in der FPÖ-NÖ geschieht, ist alles andere als Paradebeispiel gelebter Demokratie.“NÖN  |  NOEN
Grund für den Schritt: Ertl könne den Rechtsruck seiner Parteigenossen nicht mehr mitmachen. In einer ersten Reaktion auf Facebook begründete er seinen Schritt damit, dass  er „den Rechtsruck, den die FPÖ Schwechat unter Höbart, Zistler und Kaiser zur Zeit durchlebt, nicht mittrage“. „Diese Personen sind weit weg von einer ,Sozialen Heimatpartei“, so Ertl weiters.

Die FPÖ-Schwechat bedauert in einer ersten Stellungnahmen den Austritt von Ertl und nimmt diesen zur Kenntnis. Stadtparteiobfrau Andrea Kaiser: „Herr Ertl hat sich bereits vor den Gemeinderatswahlen als Vizebürgermeister an SPÖ-Bürgermeister Frauenbergers Seite gesehen. Diesem Plan konnten die Mandatare und Mitglieder nicht folgen, da wir unseren Wählern im Wort standen, für Aufklärung zu sorgen.“

Den Vorwurf des Rechtsruckes wolle sie nicht kommentieren, schreibt Kaiser, er werde Johann Ertl aber nicht gerecht. FPÖ-Bezirkschef Wolfgang Zistler bezeichnet es als „lächerlich“, der FPÖ einen Rechtsruck vorzuwerfen, wahr sei vielmehr, dass Ertl nach Kritik an seiner Person in der freitägigen Fraktionssitzung „wutentbrannt“ angekündigt hatte, aus der Partei auszutreten.

Mehr zu Ertl‘s Entscheidung, nähere Hintergründe und erste Reaktionen lesen Sie in der kommenden NÖN-Printausgabe am Mittwoch!