Erstellt am 30. Oktober 2015, 04:07

von NÖN Redaktion

Friseur-Lehrling ließ 700 Euro mitgehen. Monatelang waren Geschäftsführerin und Exekutive mit der Klärung der mysteriösen Diebstähle beschäftigt.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Das Rätselraten für die Inhaberin eines Friseursalons im Großraum Schwechat hat jetzt ein Ende gefunden. Seit Mitte August musste die Chefin mehrere Wochen hindurch hilflos miterleben, wie kontinuierlich Bargeld aus der Kassa, der Trinkgeldbox sowie sogar aus diversen Geldbörsen von Mitarbeiterinnen wegkam. Insgesamt rund 700 Euro.

Um den Krimi zu lösen und dem Ganzen endlich ein Ende zu setzen, bat die Friseurmeisterin schließlich Beamte der Schwechater Polizei um Unterstützung bei der Klärung des Falls. Demnach stand das Abgleichen der Dienstlisten der Angestellten durch Kriminalbeamte und auf Anordnung der Korneuburger Staatsanwaltschaft die Installation einer Überwachungskamera in der Nähe des Zentrums des Geschehens, der Kassa, auf dem Programm.

Videoüberwachung überführte Täter

Schlussendlich sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich der Täter bzw. die Täterin selbst überführte. Der Plan ging auf. Mithilfe der optischen Überwachung konnte vergangene Woche zweifelsfrei festgestellt werden, dass ein Lehrling des Geschäfts fortan noch insgesamt drei Mal in die Kassa griff und Geldbeträge mitgehen ließ. Versteckt hatte er das Geld unter der Kleidung.

Als die Exekutive die junge Mitarbeiterin schließlich zur Rede stellte, zeigte sich diese geständig und gab an, das Geld für den Erwerb von Cannabiskraut gebraucht zu haben, das sie gemeinsam mit ihrem Freund geraucht habe. Die Verdächtigte wurde angezeigt, für sie gilt die Unschuldsvermutung.