Erstellt am 03. Februar 2016, 04:53

von Benjamin Mühlbacher

Gemeinde sah kaum Gefahr am Bahnhof. Die Gemeinde begrüßt Bemühungen der ÖBB zwar, kann die Aktion aber nicht ganz verstehen. Die Anlage sei zu groß, heißt es.

Die Frauenparkplätze sind fertig, auch die neuen Securities sind schon unterwegs. Für die Gemeinde ist die Aktion nur beschränkt nachvollziehbar.  |  NOEN, Schirl-Winkelmeier

Die ÖBB hat, um die Sicherheit am Bahnhof Gramatneusiedl zu erhöhen, zugesichert, vermehrt Securities einzusetzen und insgesamt 18 Frauenparkplätze einzurichten (die NÖN berichtete). Für die Ortsvertretung kommt dieser Schritt doch überraschend.

SP-Bürgermeisterin Erika Sikora habe schon zu Weihnachten mit der örtlichen Polizei gesprochen und da sei „ein erhöhtes Risiko laut Polizei nicht zu erkennen gewesen“, so Sikora gegenüber der NÖN. Sie begrüße den Schritt der ÖBB zwar, fragte sich aber auch „was 18 Frauenparkplätze bringen, wenn 200 Frauen mit dem Zug fahren.“

Auch FP-Vize Markus Vetter hält das Mehr an Sicherheit am Bahnhof für „Augenauswischerei“: Er hinterfragt im Interview die Aktion und erkennt den „Sinn von Frauenparkplätzen nicht, wenn nur eine Handvoll Securities auf der riesigen Fläche der Park & Ride-Anlage unterwegs sind.“

Ähnlich die Resonanz seitens der Opposition

VP-Chef Patrick Rosner fordert neue Lampen in den entlegenen Gebieten der Park & Ride-Anlage, da die Beleuchtung in diesem Bereich sehr schwach sei und „Kriminellen Tür und Tor geöffnet ist“. Darüber hinaus sei das Thema in der Gemeinde „nie großes Thema gewesen“ und laut Grünen-Obmann Sebastian Schirl-Winkelmeier gab es „Zeiten, in denen man sich am Bahnhof unsicherer gefühlt hat als jetzt“.

Nur Erich Auer, Chef der Liste „Gramat voran“, habe „alle ÖBB-Kunden, die sich nicht sicher gefühlt haben, aufgerufen, sich direkt an die ÖBB zu wenden. Aufgrund des Druckes hat die ÖBB dann reagieren müssen.“ Die Gemeinde habe eingewirkt und „die Kundenmeinung ist bei der ÖBB sehr ernst genommen worden“, so Auer gegenüber der NÖN. Bei der Bahn wartet man jetzt auf die Ergebnisse der aktuellen Aktionen am Bahnhof Gramatneusiedl.