Erstellt am 13. Januar 2016, 05:58

von Benjamin Mühlbacher

Gemeinde streicht Schulmilch-Aktion. Ab 22. Jänner | Aus für Schulmilch in Gramatneusiedler Volksschule fix. Auch das Frühstück steht momentan auf wackeligen Beinen.

In Gramatneusiedl gibt es schon bald keine Schulmilch mehr.  |  NOEN, Foto: APA
In der Gemeinde Gramatneusiedl bahnt sich eine traurige Geschichte an. Volksschuldirektorin Monika Defregger kündigte Ende Dezember 2015 in einem Elternbrief an, dass die Schulmilchaktion mit 22. Jänner 2016 Geschichte sein wird. Als Grund dafür nannte sie „Umstrukturierungsmaßnahmen in den Dienstplänen der Gemeindebediensteten“.

Für SP-Bürgermeisterin Erika Sikora liegt der Grund für das Ende der Aktion vorrangig in der Pensionierung der Schulwartin, die bis dato für die Schulmilchaktion zuständig war: „Wir können das Service jetzt leider nicht mehr aufrecht erhalten, da es zeitintensiv ist und wir, da die Schulwartin mit Monatsende in Pension geht, eine zusätzliche Person zur Verfügung stellen müssten.“ Andererseits habe die Schulmilch aufgrund vieler Unverträglichkeiten seitens der Schüler an Zuspruch verloren.

Etwas anders sieht das VP-Chef Patrick Rosner, er spricht gegenüber der NÖN von „sehr vielen Beschwerden aus dem Elternkreis“. Weiters sieht er in dem Aus für die Schulmilch auch das Aus für das Frühstück und damit „eine deutliche Qualitätseinbuße“ für die Gramater Schüler. „Nach so vielen Jahren den Service einfach wegen einer Pensionierung einzustellen ist schade“, so Rosner weiter, Schulmilch gebe es auch an anderen Schulen, so groß könne der Aufwand nicht sein ,sagt der VP-Chef abschließend. Er wolle dafür eintreten, hier zu einer Lösung zu kommen.

Jetzt sind die Eltern der Schüler gefragt

Volksschuldirektorin Monika Defregger rät jetzt allen Eltern, täglich eine Jause für die Schule einzupacken und dabei besonders an „eine gesunde Jause für die Kinder zu denken, damit die Lernleistung der Kids gefördert wird.“ Wasser sei das gesündeste Getränk, da es die Funktionsfähigkeit des menschlichen Gehirns erheblich verbessere, so die Volksschuldirektorin in ihrem Elternbrief.