Erstellt am 03. Juni 2016, 05:35

von Otto Havelka

Geradeaus zum Jazz. Das Lisa Prandstätter Quintett machte zum Frühstück am Sonntag einen Spaziergang durch das "Great American Songbook".

Lisa Prandstätter servierte mit ihrer Band Jazz-Standards.  |  NOEN, Foto: Havelka

Lisa Prandstätter tanzt auf vielen Hochzeiten. Zum Beispiel als „Lilly and the best men“ als Tanzmusikerin bei ebensolchen und bei Bällen. Am vergangenen Sonntag tourte sie mit ihrem Jazz-Quintett zum Frühschoppen in der Felmayer-Scheune vor schütterer Kulisse durch das „Great American Songbook“.

Am Programm standen Standards wie „What a difference a day made“. Der Jazz-Klassiker wurde durch Dinah Washington populär, stammt aber vom mexikanischen Songwriter María Grever. Womit die Brücke zur nächsten Vorliebe von Prandstätter geschlagen ist.

Immer wieder klingen Latin-Rhythmen durch. Denn die Jazz-Saxofonistin und -sängerin entdeckte im Rahmen eines Studiums in Porto ihre Liebe zur lateinamerikanischen Musik. Unterm Strich ist der Jazz-Brunch mit dem Prandstätter Quintett eine wohlschmeckende Kost versierter Musiker, die sich mit ausgedehnten Soli in Szene setzen dürfen – Marmeladebrot war nicht angesagt, und das ist gut so.