Erstellt am 17. Dezember 2015, 05:48

von Daniel Maier

Cinderella zwischen Himberg & Hamburg. Die international erfolgreiche Musicalsängerin fühlt sich Himberg verbunden – und würde gern in ihrer Heimat auftreten.

Tanja Petrasek als Belle in »Die Schöne und das Biest« in Staatz.  |  NOEN, Foto: Harald Schillhammer

2.319,30 Euro waren es, die im Rahmen des vorweihnachtlichen Benefizkonzerts am 8. Dezember zugunsten von „Himberg hilft“ gesammelt wurden. Das Feedback war durchgehend positiv: „Ich konnte mich gar nicht losreißen. Es war für viele etwas Neues, ein Wahnsinn, dass so viele gekommen sind“, ist die Organisatorin, die international erfolgreiche Himberger Musicalsängerin Tanja Petrasek, überwältigt. Im NÖN-Gespräch berichtet sie über ihre Leidenschaft für das Singen, Hürden und ihre Heimat.

NÖN: Wie sind Sie zum Singen gekommen?
Tanja Petrasek: Das wurde mir praktisch schon in die Wiege gelegt, ich habe schnell erkannt, dass ich das beruflich machen will. 1999 war ich beim Kiddy Contest dabei, habe ein Musikrealgymnasium besucht, wo ich auch ein Musical aufgeführt habe. Danach habe ich vier Jahre am Konservatorium studiert. Ich hatte immer viele Unterstützer.

Welche Rollen haben Sie bislang auf der Bühne verkörpert?
Petrasek: Ich habe mit „Die Schöne und das Biest“ in der Felsenbühne Staatz begonnen, habe in Hamburg im „Phantom der Oper“ und in München die Cinderella gespielt.

Sie sind also viel unterwegs, haben jahrelang im Ausland gelebt. Hat man da überhaupt noch eine Verbindung zur Heimatgemeinde?
Petrasek: Diese Verbindung wird einem erst bewusst, wenn man länger unterwegs ist. Himberg wird aber immer meine Heimatgemeinde bleiben.

In der Bühnenwelt ist es bestimmt schwierig, sich durchzusetzen. Welche Tricks muss man anwenden, um die Rollen zu bekommen, die man möchte?
Petrasek: Man wächst mit den Auditions, ich war aber nie jemand, der sich mit Ellenbogentechnik durchgekämpft hat, sondern immer der Meinung, dass die Beste sich durchsetzen soll. Man muss deshalb einfach auf sich vertrauen. Allerdings ist man in der Kunst immer offener und angreifbarer.

Was sind Ihre nächsten Schritte, stehen Projekte an?
Petrasek: Es ist eine größere Produktion in der Nähe von Stuttgart geplant. Ich werde auch wieder in Staatz die weibliche Hauptrolle spielen.

Sie haben nach dem Benefizkonzert gemeint, sie würden gerne mehr in ihrer Heimat spielen. Haben Sie konkrete Pläne?
Petrasek: Ich bin zum ersten Mal in Himberg auf der Bühne gestanden. Ich kann mir Konzertveranstaltungen oder auch ein Musical vorstellen.