Erstellt am 17. Dezember 2015, 05:43

von Gerald Burggraf

Fischer trennen sich. Himberger Fischereiverein ist Geschichte. Vermögen von rund 69.000 Euro geht an Gemeinde für Jugendarbeit.

Das Vereinsvermögen wurde der Himberger Gemeindeverwaltung gespendet. Im Bild Kassier Robert Stauss, Schriftführer Robert Ruzak, Wolfgang Schullitz, Obmann Stellvertreter Günter Kopf, Obmann Franz Pillinger, Bürgermeister Erich Klein, Vize Ernst Wendl, Amtsleiter Wolfgang Pohsl und Buchhaltungsleiter Johannes Mazur.  |  NOEN, Gemeinde

Der 1. Himberger Fischereiverein ist Geschichte. Da nach dem Rücktritt des Vorstandes bei der Generalsversammlung im Mai kein neuer Wahlvorschlag eingebracht wurde, beantragte der Verein nun die Auflösung bei der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung.
„Dafür gibt es mehrere Gründe. Für mich war es aus Zeitgründen einfach nicht mehr möglich. Es wäre, so wie wir es wollten, auch nicht mehr weitergegangen“, erläutert der letzte Obmann, Franz Pillinger, auf Anfrage der NÖN. Über die genaueren Hintergründe schweigt er aber lieber.

Einen enormen Einschnitt hatte bereits der Tod von Gründer Karl Tuhy im Jahr 2011 bedeutet. Pillinger, Tuhys Schwiegersohn, sprang in die Presche und führte den Verein noch fünf Jahre lang weiter. Am Ende hatte der Verein rund 180 Mitglieder und vergab Fischerkarten für vier Teiche. An nur noch einem, dem Käferteich in Wienerherberg, kann noch gefischt werden. „Darüber haben wir unsere Mitglieder schon informiert“, unterstreicht Pillinger.

Mit einer letzten guten Tat wurde das 1982 gestartete Kapitel „Fischereiverein“ nun geschlossen. Denn wie in den Statuten festgehalten, darf das Vereinsvermögen nach dem Aus ausschließlich und unwiderruflich zur Förderung der Himberger Jugend verwendet werden. Daher übergaben vergangene Woche Franz Pillinger und Stellvertreter Günter Kopf 68.825 Euro an die Gemeinde. Was mit dem Geld passiert, ist noch nicht klar. „Ich werde darauf achten, dass es vernünftig verwendet wird“, so SP-Jugendgemeinderat Richard Payer.