Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:57

von Gerald Burggraf

Großer Andrang bei Flüchtlings-Infoabend. Marktgemeinde und "Himberg hilft" luden ins Volkshaus ein. Überwiegender Teil der Besucher positiv eingestellt.

Rund 250 Besucher nahmen an der Infoveranstaltung von Gemeinde und »Himberg hilft« teil. Laut den Veranstaltern war der überwiegende Teil der Bürger den Flüchtlingen gegenüber positiv gestimmt.  |  NOEN, Foto: Peter Schuh; privat

Derzeit leben 78 Flüchtlinge in ehemaligen Arbeiterheim in der Rauchenwartherstraße 6. Darunter sind 15 Kinder, acht Frauen, der Rest Männer. Allesamt warten sie auf ihren Asylbescheid. Fällt dieser positiv aus, müssen sie das Heim verlassen und können sich in Österreich ein neues Leben aufbauen. Erhalten die Flüchtlinge einen negativen Asylbescheid müssen die Österreich gänzlich verlassen.

Neben der Betreuungsfirma SLC Europe kümmern sich vor allem die freiwilligen Helfer von „Himberg hilft“ um die Asylwerber. Um Vorurteile abzubauen und den Fremden ein Gesicht zu geben, veranstaltete die Privatinitiative gemeinsam mit der Marktgemeinde einen Infoabend im Volkshaus. Rund 250 Personen folgten der Einladung und lauschten den Vorträgen, um anschließend darüber zu diskutieren.

Einige Flüchtlinge aktiver Teil der Gemeinschaft

Im Rahmen des Infoabends ergriffen neben den „Himberg hilft“-Initiatoren Hans Weigensamer und Margarete Raidl auch Bürgermeister Erich Klein (SPÖ) oder Himbergs Inspektionskommandant Sigibert Schweighofer das Wort. Er betont, dass es bis jetzt keinen einzigen Einsatz wegen der Flüchtlinge gegeben hat. Die Sicherheit der Himberger Bevölkerung sei in keiner Weise gefährdet. Die Polizei hat auch vor, für die Asylwerber einen Radfahr-Verkehrserziehungskurs zu machen.

Einige der Flüchtlinge versuchen bereits jetzt ein aktiver Teil der Gemeinschaft in Himberg zu werden. So halfen sie etwa beim Flohmarkt oder dem Erntedankfest in der Pfarre mit.

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