Kleinneusiedl

Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:41

von Raimund Novak

Bank muss schließen. Die in den 1920er Jahren gegründete Volksbank Ost-Filiale wird nicht mehr weitergeführt.

Wirtschaftlich nicht mehr tragbar: Die Volksbank in Kleinneusiedl hat nur mehr wenige Tage geöffnet. Die Bankgasse wird vorerst nicht umbenannt.  |  Novak; privat

Es war die erste Filiale der damaligen Volksbank Ost und die erste Anlaufstelle im Bezirk: Nun, beinahe 100 Jahre später, muss die Bank in der Bankgasse zusperren.

„Fakt ist, dass die Filiale seit einem Jahr praktisch nur von zwei Personen, die sich abwechselten, geführt wurde und nicht mehr rentabel ist“, spricht Gottfried Schamschula, Region Ost-Direktor, hinsichtlich des Filialabbaus von einem österreichweiten Trend, der auch bei der Volksbank umgesetzt wird. Mit Mitte November wird die Bank schließen, die beiden Mitarbeiter werden den Kundenstock dann in der Filiale in Schwechat betreuen.

„Schmerzhafter Verlust für ältere Personen“

„Wir haben unsere Geschäfte ebenfalls in dieser Bank abgewickelt. Ein schmerzhafter Verlust, vor allem für ältere Personen“, so SP-Bürgermeister Leopold Winkler, der von einer unverständlichen Vorgangsweise spricht: „Ich dachte eigentlich, dass die Bank gewinnbringend geführt wurde.“ Auf der Hauptstraße errichtete die Gemeinde bereits einen Bankomat.

Kosten: 10.000 Euro. 2.000 Behebungen pro Monat sind allerdings vorgeschrieben. „Ansonsten müssen wir pro Nichtbehebung ein paar Cent draufzahlen“, so Winkler. Schamschula berichtete außerdem von einem Beratungsnachmittag, der wöchentlich im Gemeindehaus stattfinden soll, um speziell ältere Personen zu unterstützen.

Ganz fix dürfte das laut Winkler allerdings noch nicht sein: „Das war ursprünglich einmal ein Thema, aber es ist noch nicht sicher. Vielleicht können wir einmal im Monat einen Raum zur Verfügung stellen.“

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