Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:32

von Andreas Fussi

Die Ruhe in Partei ist trügerisch. Andreas Fussi über die verschiedenen Strömungen innerhalb der SPÖ Schwechat.

Die SPÖ Schwechat kommt nicht zur Ruhe. Oberflächlich betrachtet haben sich die Wogen zwar geglättet, aber kratzt man in der Tiefe, beginnt der Lack zu bröckeln. Der jüngste Rücktritt des Funktionärs Harald Schmaus in der Sektion 3 verdeutlicht das.

Bürgermeisterin Karin Baier hat nach außen hin zwar Ruhe hineingebracht. Durch ihre Art, sich selbst ein Bild zu machen und nicht vorgefertigte Meinungen zu vertreten, setzt sie sich von altgedienten Parteikräften ab. So lässt sie geschickt Protest erst gar nicht aufkommen. Deswegen aber von eitel Wonne zu sprechen ist falsch.

Zu viele unterschiedliche Strömungen innerhalb der SPÖ Schwechat fließen unter der Oberfläche. Der ehemalige Bürgermeister Hannes Fazekas hat nach wie vor seine Anhängerschaft, die durch seine Rückkehr in den Nationalrat Aufwind verspürt.

Viele andere schreckt aber genau dieser Schritt ab. Dazu kommt die Gruppe rund um Baier-Vorgänger Gerhard Frauenberger. Hier eine ausgewogene Balance innerhalb der Partei zu finden ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist eine Frage der Zeit, bis die Fronten aufbrechen.