Erstellt am 25. November 2015, 05:43

von Andreas Fussi

Halle bleibt ein Millionenverlust. Andreas Fussi über den erwünschten Verkauf des Multiversums.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack, die Stadtgemeinde will sich vom Multiversum trennen und strebt den Verkauf der Multifunktionshalle an. Dazu wurde mit Annette Neumayer-Weilner eine Expertin im Krisenmanagement, mit 40-jähriger Berufspraxis, beauftragt, die als künftige Geschäftsführerin die Abwicklung vorbereiten soll.

Anders als Vorgänger Peter Simersky wird sie sich nicht vorwiegend um neue Veranstaltungsaufträge kümmern, sondern Kontakte zu Investoren und Immobilienentwicklern vorantreiben. Die Frage ist, wer soll das Multiversum überhaupt kaufen und um welchen Preis? Hier wird nur eine internationale Lösung möglich sein. 42 Millionen wäre die Liegenschaft wert, aber aufgrund der Verbindlichkeiten wird nicht einmal die Hälfte davon als Erlös realistisch sein. Offiziell will sich niemand festlegen, außer dass der Verkauf um den symbolischen Euro kein Ziel sei.

Die Stadt hat sich für ein Ende mit Schrecken statt einem Schrecken ohne Ende entschlossen. Unterm Strich bleibt die Errichtung des Multiversums für Schwechat ein Millionenverlust.