Gramatneusiedl

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:02

von Susanne Müller

Sparen am falschen Fleck. Susanne Müller über das Gramatneusiedler Aus für die Asylwerber-Jobs.

In Gramatneusiedl sind derzeit 60 Asylwerber untergebracht. Bisher hatte die Gemeinde ihnen die Möglichkeit geboten, sich am Bauhof nützlich zu machen.

Wohlgemerkt, als Job im herkömmlichen Sinn ist dies nicht zu verstehen. Die Asylwerber dürfen ohnehin nur sogenannte „Remuneranten-Tätigkeiten“ übernehmen.

Mehr als 110 Euro pro Monat können sie auf diesem Weg nicht verdienen, sonst wird ihnen das Geld von der Grundversorgung abgezogen. Sinn und Zweck ist in erster Linie, den Asylwerbern eine Beschäftigung zu geben und ihre Integration zu fördern.

Beides hat Gramatneusiedl nun abgestellt. Die Argumentation, dass es sich in finanziell angespannten Zeiten um eine Einsparung handeln soll, ist dünn.

In Gramatneusiedl betrugen die Ausgaben dafür 300 Euro pro Woche. Wenn die Gemeindeführung keine größeren Einsparungspotenziale ausmachen kann, dann ist es um die Gemeindekasse tatsächlich sehr schlecht bestellt.

Hier zu sparen ist aber wohl der einfachste, weil in der derzeitigen negativen Stimmung opportunste Weg.