Erstellt am 20. April 2016, 05:54

von Susanne Müller

Sperre ist Strafe für die Falschen. Susanne Müller über die Sperre des Jugend-Spielplatzes in Maria Lanzendorf.

Eine Freifläche, auf der Jugendliche sich treffen, plaudern und ungezwungen Sport betreiben können. Darüber verfügen die Maria Lanzendorfer mit ihrem „Jugend-Spielplatz“.

Wie so oft, kam es auch auf diesem Gelände bereits mehrfach zu mutwilligen Beschädigungen. Vandalen dürften an mehreren Stellen des Platzes ihre Spuren hinterlassen haben. Einer der Vorfälle ist bereits drei Jahre her. Seither dürften sich die Bemühungen, die Anlage wieder instand zu setzen, allerdings in Grenzen gehalten haben. Stattdessen wurde der Platz nun gesperrt. Die Jugendlichen könnten sich zu den Öffnungszeiten des Gemeindeamts den Schlüssel abholen. Grün-Gemeinderat Erdal Kalayci hat freilich recht, wenn er diesem Modus seine Praxistauglichkeit abspricht.

So sehr Zerstörungsaktionen natürlich zu verurteilen sind. Die Jugendlichen im Ort durch eine Sperre des Platzes pauschal zu bestrafen, ist mit Sicherheit der falsche Weg. Vor allem, wenn man sich seit kurzem den Titel „Jugend-Partner-Gemeinde“ auf die Fahnen heften darf.