Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:38

von Andreas Fussi

Was bleibt, ist die Erinnerung. Andreas Fussi über den Abriss der Körnerhalle und verpasste Möglichkeiten.

Die Körnerhalle war in der Bevölkerung sehr beliebt. Das zeigt sich in zahlreichen Kommentaren in Social Media Foren wie etwa auf Facebook. Zusammengefasst sind die Schwechater bis 2010 mit der Körnerhalle aufgewachsen, sie war ein Teil der Identität der Stadt.

Umso trauriger ist der Umgang mit dem 1960 errichteten Bauwerk in den vergangenen Jahren. Seit 2012 steht das einst stolze Gebäude leer, im Vorjahr erfolgte der Verkauf an eine Wohnbaugesellschaft. Zeit, sich ordentlich von der Halle zu verabschieden, wurde der Bevölkerung keine gelassen. Unverständlich ist zum Beispiel, dass der vorhandene Raum nicht genutzt wurde, einen Abbruch-Flohmarkt zu veranstalten.

Damit wären die maroden Stadtfinanzen zwar nicht wirklich aufgebessert worden, aber man hätte den Menschen die Möglichkeit geben können, ein Stück Schwechater Geschichte für daheim zu erwerben. In der Halle gab es sicher einige Dinge, an die man sich gerne erinnert. Nun aber sind die Abrissbagger im Einsatz und anstelle der alten Halle entsteht ein neuer Wohnblock in Schwechat.