Erstellt am 03. Februar 2016, 05:03

von Gerald Burggraf

Wenn 1+1 nicht gleich 2 ist. Gerald Burggraf über Auffassungsunterschiede in der Causa Multiversum.

In gut einem Monat sind die Würfel gefallen. Dann findet die entscheidende Tagsatzung am Landesgericht rund um das Insolvenzverfahren der Werner Schlager Academy (WSA) statt. Bis dahin sollten sich Gläubiger und Schuldner bestmöglich geeinigt haben.

Hinter diesem Szenario steht aber ein großes Fragezeichen. Denn laut WSA-Masserverwalterin Katharina Kolland-Twaroch gehen die Auffassungsunterschiede bei der Verrechnung zwischen WSA und Multiversum Betriebs Gmbh weit auseinander. Statt einiger Tausend Euro dürfte es sich nun sogar um Millionen-Beträge handeln.

Dennoch betonen Kolland-Twaroch sowie Schwechats Bürgermeistern Karin Baier, dass man auf eine gemeinsame Lösung aus ist. Allerdings stellt sich hierbei schon die Frage, ob sich zwei Parteien, die bei einer Rechnung von 1+1 zwei Ergebnisse rausbekommen, sich jemals einigen können. Für die Zukunft wäre es allemal wichtig, denn mit dieser ungeklärten Finanzlage wird es Investoren schwerfallen, sich ans Steuer des sinkende Schiffes zu setzen.