Erstellt am 07. Oktober 2015, 07:12

von Andreas Fussi

Zustand der Halle wird nicht besser. Andreas Fussi über einen Schadensfall, der Anlass zur Sorge geben sollte.

Der jüngste Zwischenfall im teuren Veranstaltungskomplex Multiversum ist ein weiteres Mosaiksteinchen in der negativen Erwartungshaltung Vieler dem Projekt gegenüber. Betroffen ist diesmal die Tischtennishalle, die durch eine Panne schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dass nach vier Jahren eine Rohrleitung ein Leck bekommt und sich dort angesammeltes altes Speiseöl und Essensreste auf den modernen Sporthallenboden ergießen, sollte nicht passieren. Das wirft einen besorgniserregenden Schatten auf den 54-Millionen-Euro-Bau. Es bleibt zu hoffen, dass keine weiteren Materialermüdungserscheinungen zutage treten, zumal nicht unwahrscheinlich ist, dass die Stadtgemeinde den höchst modernen Komplex verkaufen wird.

Die Entscheidung, welches Zukunftsszenario für die Stadt am sinnvollsten ist, um sich vom Multiversum zurückzuziehen – Verkauf, Betreiberwechsel oder Rückabwicklung – sollte im Herbst fallen. Doch der hat gerade erst begonnen. Lange sollte man die Optionen nicht mehr prüfen. Die Zahlungen der Stadt werden nicht weniger – und der Zustand des Hauses, wie man sieht, nicht besser.