Erstellt am 29. März 2016, 16:51

von APA/Red

Prozess um Schlepper wurde vertagt. Monika Zbiral, vorsitzende Richterin des Schöffensenats in Korneuburg, hat den ursprünglich für zwei Tage angesetzten Prozess um Schleppungen durch drei Angeklagte, die im Bereich des Flughafens Wien-Schwechat beschäftigt waren, am Dienstagnachmittag vertagt.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Grund waren Beweisanträge der Verteidigung. Die Verhandlung am Mittwoch entfällt daher, neuer Termin ist der 20. Mai.

Ein bei einer Firma am Airport Angestellter hatte den Drittangeklagten belastet: Der Zeuge erklärte, von seinem Arbeitskollegen auf etwaige Mitwirkung bei der Durchschleusung von Fremden angesprochen worden zu sein. Der 31-Jährige hätte erzählt, er kenne Leute, die bis zu 6.000 Euro für Schleppungen zahlen würden, und ihm für eine Beteiligung zuerst 1.000 und dann nach seiner Ablehnung sogar 2.000 Euro angeboten. Er habe das zweite Gespräch aufgenommen, sagte der Zeuge. Zuvor sei er schon gewarnt worden, dass der neue Kollege "irgendwie komisch" sei. Der Beschuldigte bestritt vehement einen derartigen Gesprächsablauf mit seinem damaligen Vorgesetzten.