Erstellt am 22. Mai 2016, 19:38

von Gerald Burggraf

Leopoldsdorf fällt aus der Reihe. Norbert Hofer behält auch im zweiten Wahlgang eindeutig die Oberhand im Teilbezirk Schwechat.

Alexander Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer  |  NOEN, HARALD SCHNEIDER (APA)
Der von der FPÖ ins Rennen geschickte Kandidat kann sich über durchwegs zweistellige Prozentzuwächse freuen. Auch in Leopoldsdorf schraubt er sein Ergebnis aus dem ersten Wahlgang um weitere 12,6 Prozentpunkte nach oben. In diese Fall aber zu wenig: Denn sein Kontrahent, Alexander Van der Bellen, erhält sogar fast 30 Prozent mehr Stimmen und setzt sich damit knapp mit 51,5 zu 48,5 Prozent durch.
 
Doch mehr geht für den ehemaligen Grünen-Bundeschef im Teilbezirk nicht. Während in allen anderen Gemeinde des Bezirks Wien-Umgebung (außer in Gerasdorf) Van der Bellen gewinnt – dank der Siege in den bevölkerungsreichen Kommunen um Klosterneuburg auch beim Gesamtbezirks-Ergebnis -, hat er gegen Hofer in der Region um Schwechat keine Chance. Das größte Plus mit über 25 Prozent fährt der FP-Kandidat im eigentlich tief-schwarzen Rauchenwarth ein. Allerdings hatte er hier mit 28 Prozent im ersten Wahlgang auch die wenigsten Stimmen erhalten und startete von relativ geringem Niveau.
 
Den Höchstwert erringt Hofer in Zwölfaxing mit 59,9 Prozent der Stimmen. Ebenfalls über 55 Prozent bekommt er in Himberg (58,4), Kleinneusiedl (57,5), Maria Lanzendorf (57,7) und Moosbrunn (55,1). In der Stadtgemeinde Schwechat votieren über 4.000 Wahlberechtigte für den Dritten Nationalratspräsident - letzten Endes liegt er mit 53,8 Prozent klar vor seinem Kontrahenten. Van der Bellen erreicht insgesamt 3.510 Stimmen und erhält damit immerhin über 2.000 Stimmen mehr als beim ersten Wahlgang.
 
Die Wahlbeteiligung bleibt im Teilbezirk Schwechat weitgehend unter 70 Prozent und damit im Bezirksdurchschnitt. Die meisten Bürger gingen in Maria Lanzendorf (79 Prozent) zur Wahl, die wenigsten in Schwadorf (62,8).