Mannswörth

Erstellt am 01. Dezember 2016, 04:48

von Jutta Hahslinger

Dreist: Mietwagen verkauft. Bulgare mietete in Mannswörth einen Mercedes und verkaufte das Luxusauto nur vier Tage später mit gefälschten Papieren in Tirol.

Der 40-jährige Betrüger fasste für den Diebstahl eines Leih-Mercedes drei Monate Gefängnis aus.Wodicka  |  Symbolfoto: Wodicka

„Da waren Sie aber fix“, kommentierte Richter Manfred Hohenecker die schnelle Fälscherarbeit des 40-jährigen Bulgaren.

Der Beschuldigte errötete, war aber sichtlich stolz auf die Anfertigung der gefälschten Papiere (unter anderem Zulassungsschein), die es ihm ermöglichten, den am 20. August dieses Jahres in Mannswörth angemieteten Mercedes im Wert von rund 32.000 Euro vier Tage später in Tirol problemlos zu verkaufen.

"Muss daheim für drei kleine Kinder sorgen"

Probleme und Erklärungsbedarf bekam dann aber der Autokäufer, als er die gefälschten Papiere bei einer Verkehrskontrolle vorzeigte. Die Ermittlungen führten schlussendlich zu dem Bulgaren, der vor Gericht ein Geständnis ablegte und den Richter anflehte: „Bitte geben Sie mir ein mildes Urteil, ich muss daheim für drei kleine Kinder sorgen. Ich habe das ja aus Geldnot gemacht.“

„An Ihre Kinder hätten Sie vor der Begehung einer Straftat denken sollen. Man kann auch mit ehrlicher Arbeit seine Familie versorgen“, entgegnete der Richter harsch und verhängte über den 40-Jährigen wegen schweren Betruges und Urkundenfälschung eine teilbedingte Freiheitsstrafe: 10 Monate, davon muss der Bulgare drei Monate hinter Gittern absitzen – das Urteil ist rechtskräftig.