Mannswörth

Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:51

von Gerald Burggraf

„Kein Bedarf“ für Kindergarten-Ausbau. In Mannswörth kamen nach Dorfplatz-OK Stimmen auf, die stattdessen eine Erweiterung der Betreuungseinrichtung fordern.

Grünen-Stadträtin LjiljanaMarkovic sieht keinen Bedarf für eine dritte Gruppe.  |  NÖN

Der Dorfplatz wird nach jahrzehntelangem Warten doch Realität. Die ersten Vorarbeiten sind bereits im Gange. Doch wie sich zeigt, gibt es nicht nur Befürworter für die neue „Seele des Ortes“, wie VP-Gemeinderat Johann Schaider den Dorfplatz im Gespräch mit der NÖN nannte.

Da die Liegenschaft direkt an das Kindergarten-Areal grenzt, wurden Stimmen – vor allem in den sozialen Netzwerken – laut, die fordern, die Fläche doch lieber für einen Ausbau der Betreuungseinrichtung zu nutzen. Die Kritiker führen an, dass es einige Fälle gebe, in denen Mannswörther ihren Nachwuchs in Schwechat oder Rannersdorf unterbringen müssen, da der Kindergarten im Ort voll ausgelastet ist.

 Katastralgemeinde stetig beobachtet

 Das will die zuständige Stadträtin Ljiljana Markovic (Grüne) so nicht stehen lassen: „Derzeit ist der Bedarf an einer dritten Kindergarten-Gruppe viel zu gering, als dass wir vom Land eine Genehmigung oder pädagogisches Personal zur Verfügung gestellt bekommen würden.“ Langfristig schließt sie einen Zubau aber nicht aus. „Bei aufkommendem Bedarf gibt es jedoch baulich die Möglichkeit, eine dritte Gruppe zu errichten“, hält sie fest.

Die Grünen-Stadträtin gibt aber zu, dass derzeit zehn Kinder aus Mannswörth in den Schwechater Kindergarten gehen würden. Doch allesamt auf „Wunsch der Eltern“, betont sie. Die Situation in der Katastralgemeinde werde aber stetig beobachtet und sollte durch weiteren Zuzug ein erhöhter Bedarf gegeben sein, könne man „entsprechende Maßnahmen treffen“.

Darüber hinaus wird der Platzbedarf im Land auch im Hinblick auf das gesamte Gemeindegebiet betrachtet. Sprich: Erst wenn in allen Teilgebieten (in diesem Fall Schwechat, Rannersdorf, Mannswörth und Kledering) kein Kindergartenplatz mehr vorhanden ist, gibt das Land seine Zustimmung für eine Erweiterung. Markovic streicht zudem heraus, dass dank der Umsetzung des Dorfplatzes die Fläche des Hofs des Kindergartens wächst (siehe Foto unten). Eine Neugestaltung ist ebenfalls vorgesehen. „Ich bin mir sicher, dass der Dorfplatz bald allen gefallen wird“, so Markovic.