Erstellt am 08. Juni 2016, 06:00

von Gerald Burggraf

Spielplatz wandert zum Hexenhaus. Maßnahme sorgt für Kritik bei Walter Koch von „Wir Wähler“. Stadt beruhigt und verweist auf neue, größere Fläche.

Bis vor wenigen Tagen gab es hinter der »Kaminstubn« noch einen Spielplatz. Die Geräte waren laut Stadt jedoch nicht mehr zu verwenden und werden nun andernorts erneuert.  |  NOEN, Foto: privat

Unter dem Titel „Ist Schwechat noch zu retten?“ machte Walter Koch von der Bürgerinitiative „Wir Wähler“ seinem Unmut Luft. Konkret trieb es dem Mannswörther wegen des Abbaus des Kleinkinderspielplatzes hinter der „Kaminstubn“ die Zornesröte ins Gesicht. „Was die Menschen wollen, ist einigen im Rathaus wohl egal“, verweist er auf den Beliebtheitsgrad des Standortes.

Daher hat Koch auch sofort alle Hebel für den Erhalt des Spielplatzes in Gang gesetzt. „Ein ganz Renommierter wäre bereit, schnell und unbürokratisch zu helfen und den Kleinkinderspielplatz wiederherzustellen“, lässt er wissen. Mit mehr Geräten und der Fertigstellung noch vor Beginn der Ferien. Es bedürfe lediglich der Genehmigung durch Bürgermeisterin Karin Baier (SP). Wer der gute Samariter ist, will Koch auf NÖN-Anfrage jedoch nicht sagen. Er wolle erst die Reaktion der Stadt abwarten.

Alle Spielgeräte zusammengezogen

Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne) reagiert jedoch etwas befremdet auf die Kritik Kochs. „Der Spielplatz bot eigentlich sehr wenig. Nur eine Sandkiste und ein Klettergerüst. Bei einer neuerlichen Überprüfung des TÜV hätten wir keine Genehmigung mehr bekommen. Zudem sind die Geräte in Mannswörth sehr verstreut“, so die für Spielplätze zuständige Stadtvertreterin.

Daher habe man sich entschlossen, beim Hexenhaus, das sich 500 Meter entfernt befinde, einen neuen, größeren Standort zu schaffen, bei dem alle Spielgeräte zusammengezogen werden. „Damit haben wir an beiden Ortsenden ein Angebot“, unterstreicht sie. Jener beim Wasserwerk bleibt natürlich bestehen.
Bis Mitte Juni will man fertig sein. Noch verwendbare Geräte werden behalten, der Rest erneuert. „Mannswörth ist dann gut ausgestattet“, betont Krenn.