Schwechat

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:31

von Gerald Burggraf

Reitsportanlage Aschenbrenner: „Bereit für Neues“. Margarethner Familie verkaufte Liegenschaft und will sich nun anderen Projekten widmen.

Auf 17 Hektar hinter dem Margarethner Schloss sind 70 Boxen für Pferde untergebracht.  |  NOEN, privat

Eine Ära ist zu Ende: Die Familie Aschenbrenner hat ihre Reitanlage in Margarethen verkauft. „Es war kein Muss und die Trennung war schwer“, berichtet Gabriele Aschenbrenner mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Doch gleichzeitig betont sie, dass man auch „bereit für Neues“ sein müsse. Daher habe sich die Familie zu dem Verkauf durchgerungen.

Von Pension ist bei Franz und Gabriele Aschenbrenner jedoch noch lange keine Rede. „Es war vom Gefühl her das Richtige. Wir sind beide schon über 50 Jahre alt. Unsere Kinder wollten den Reitstall nicht weiterführen und wir haben immer gesagt, wenn ein passendes Angebot kommt, dann verkaufen wir. Und das hat gepasst“, erzählt die Unternehmerin im NÖN-Gespräch.

Dem Pferdesport werde ihre Familie auf jeden Fall erhalten bleiben. „Mein Mann will wieder international angreifen und auch unsere Kinder reiten gerne – auch Turniere“, unterstreicht Aschenbrenner. Doch hauptberuflich verfolgen Tochter Victoria und Sohn Christopher andere Ziele.

„Wir wollen die Anlage wiederbeleben“

Für ihre Tiere ist ebenfalls schon gesorgt. Denn diese müssen nach dem Verkauf anderswo untergebracht werden. Die Aschenbrenners planen daher, auf ihrem 1,8 Hektar großen Privatgrund einen kleinen Stall zu errichten.

Während Gatte Franz also seine Sportkarriere fortsetzen will, sondiert Gabriele Aschenbrenner noch. Die Inhaberin einer Handelsagentur hat aber bereits Pläne und will das eingenommene Geld „sicher investieren“. Die alte Reitanlage in der Schlossparksiedlung sieht sie bei Neo-Eigentümerin Andrea Reither in „guten Händen“.

Auf NÖN-Anfrage gibt sich Reither, die die Anlage mit zwei Partnern und ihrem Mann betreiben wird, motiviert. „Wir wollen die Anlage wiederbeleben“, so die gebürtige Salzburgerin. Unter anderem ist geplant, den Einstellbetrieb zu vergößern, Pferde und Reiter auszubilden sowie Turniere zu veranstalten.