Erstellt am 07. Mai 2015, 06:55

von Nicole Nestler

MaLa: Neustart für Dorferneuerung?. Gemeinderat beschließt Neugründung ab Januar. Vorarbeit soll das heuer auslaufende Familien-Audit geleistet haben.

VP-Vizebürgermeisterin Dagmar Madl.  |  NOEN, Nicole Nestler

Obwohl die Dorferneuerung erst vor kurzem offiziell aufgelöst wurde, steht nun offenbar eine Neugründung des Vereins bevor. Denn in der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Beschluss zur Neugründung ab Januar 2016 gefasst.

Die Neubildung selbst kostet der Gemeinde 2.375 Euro sowie 1.275 Euro pro Jahr. Außerdem kann der Verein für seine Projekte in den ersten vier Jahren Fördergelder vom Land NÖ beziehen. Weiters müssen für eine Neugründung Dorfgespräche geführt werden und daraus ein Leitbild für die Dorferneuerung erarbeitet werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Familien-Audit, wie Stephan Roth, geschäftsführender ÖVP-Gemeinderat erklärt: „Mit dem Familien-Audit ist bereits tolle Vorarbeit für die Dorferneuerung geleistet worden. So wurde etwa die Jugend befragt, Tendenzen abgeleitet und vieles mehr.“

Grüne begeistert, Skepsis bei SPÖ

Federführend für das Familien-Audit, dessen Start letztes Jahr erfolgte und das demnächst mit der Zertifizierung der Gemeinde als „familienfreundliche Gemeinde“ ausläuft, ist VP-Vizebürgermeisterin Dagmar Madl. Sie erklärt: „Nicht alle Projekte sind zur Gänze im Familien-Audit umsetzbar — hier gäbe es Anknüpfungspunkte für die Dorferneuerung.“ Auch strukturelle Projekte, wie eine Umgestaltung der Hauptstraße, könne man so gut umsetzen. Anwärter für den Vorstand gebe es ebenfalls bereits, Namen möchte Madl aber noch nicht nennen. Begeistert von der Neubildung sind auch die Grünen. Gemeinderat Erdal Kalayci sagte sogleich seine Unterstützung zu.

Skeptisch zeigte sich aber die SPÖ. So bezeichnete der geschäftsführende Gemeinderat Christian Schuster den Beschluss zur Neugründung als „Beschluss ins Blaue“. Auch zwei Enthaltungen gab es. SP-Ortschef Peter Wolf sprach sich aber für die Neugründung aus: „Wenn wir nur eine einzige Förderung dadurch erhalten, hat es sich bereits gelohnt.“