Erstellt am 03. März 2016, 05:19

von Birgit Samer

Öffentlicher Verkehr: Zwist um Haltestellen. Für Grünen-Obmann Christoph Lampert geht SP-Forderung nach Buswartehäuschen am tatsächlichen Bedarf vorbei.

Lampert plädiert für ein Wartehäuschen beim Sportplatz.  |  NOEN, Foto: SPÖ

"Das sollte man zuerst im Gemeinde-Ausschuss besprechen und nicht gleich in der Zeitung rausposaunen" poltert Christoph Lampert. Grund für den Ärger des Grünen-Obmannes ist die SP-Forderung nach einem Wartehäuschen bei der Haltestelle Kanzelhof (die NÖN berichtete).

Für Lampert geht der Vorschlag der Sozialdemokraten am tatsächlichen Bedarf vorbei. Man müsse zuerst eine Frequenzerhebung an den Haltestellen durchführen. Erst dann könne der nächste Schritt gesetzt werden. „Prinzipiell finde ich es gut, wenn es entsprechenden Schutz für die Wartenden gibt“, erklärt der Umweltgemeinderat. Doch er findet ein Wartehäuschen beim Sportplatz sinnvoller. Hier würden wesentlich mehr Personen zusteigen.

25 Personen zu Stoßzeiten

Beim Kanzelhof dagegen sei die Frequenz niedrig. Lampert spricht aus eigener Erfahrung - wohnt er doch in der Nähe vom Kanzelhof. Auch ein Bedarf für einen Zebrastreifen auf Höhe der Bushaltestellen Himberger-straße ist für ihn „höchst fragwürdig“.

SPÖ-Obmann Thomas Cech will von alldem nichts wissen. Man habe eine Zählung vorgenommen, unterstreicht er. Das Ergebnis: Zu Stoßzeiten seien mindestens 25 Personen, vor allem Kinder, unterwegs. Auf Zahlen will sich Cech allerdings ohnehin nicht festlegen: „Wir unterscheiden nicht zwischen den Menschen. Frequenzen dürfen da kein Kriterium sein“, unterstreicht er.

Einem Wartehäuschen beim Sportplatz kann Cech grundsätzlich etwas abgewinnen, „sofern es eine Verbesserung für die Bevölkerung darstellt“. Für eine exakte Bewertung würden ihm allerdings Zahlen fehlen.