Erstellt am 03. Oktober 2015, 07:42

von Nicole Nestler

Serbische Ministerin besuchte Kanzelhof. Biokontor wurde als Paradebeispiel für den Vertrieb regionaler und biologischer Lebensmittel mit Ministerbesuch geehrt.

Arthur Schmid (r.) erzählt der serbischen Landwirtschaftsministerin über die Projekte am Kanzelhof ebenso wie über die eigene Rinderzucht im Burgenland.FG  |  NOEN, Nestler

Als am Montagnachmittag fünf schwarze Limousinen am Gut Kanzelhof anfuhren, war klar: Hier kündigt sich hoher Besuch an. Die serbische Landwirtschafts- und Umweltministerin Snežana Bogosavljeviæ-Boškoviæ war zu Besuch in Österreich – und machte dabei auch am Gut Kanzelhof in Maria Lanzendorf Station. Ihr Hauptinteresse galt vor allem der biologischen Landwirtschaft, in der Österreich mit einem Bio-Anteil von fast 20 Prozent landwirtschaftlicher Fläche eine Vorreiterrolle einnimmt.

Landwirtschaftlich sehr stark

Zunächst stellte Gutsbesitzer Arthur Schmid den Betrieb Biokontor vor, danach gab es einen kurzen Rundgang am Kanzelhof-Gelände. „Mit Serbien verbindet uns eine jahrelange gute Zusammenarbeit, zusätzlich gibt es ein politisches Interesse hinsichtlich eines EU-Beitritts Serbiens. Das Land ist landwirtschaftlich sehr stark aufgestellt, somit möchten wir die Partnerschaft zu Serbien stärken“, erklärt Christian Brawenz von der Österreichischen Botschaft in Belgrad im Gespräch mit der NÖN.

Auch die Ministerin, selbst Anhängerin der biologischen Landwirtschaft, unterstreicht die Wichtigkeit des internationalen Dialoges: „Österreich ist eines der führenden Länder in Sachen Bio, durch den gegenseitigen Austausch erwarten wir uns weitere Impulse für die Landwirtschaft in Serbien.“ Vor allem das Modell des Biokontors, das lokalen Landwirten die Möglichkeit gibt, ihre Produkte zu verkaufen, halte Bogosavljeviæ-Boškoviæ für höchst nachahmenswert.

„In Serbien gibt es zwar viele Landwirte, jedoch haben diese oft nicht die Möglichkeit, ihre Produkte zu verkaufen. Ich möchte Lösungen erarbeiten, unter anderem notwendige Werbemittel zur Verfügung stellen“, so die Ministerin, deren erklärtes Ziel in der Amtszeit es ist, „die biologische Produktion in Serbien mit neuem Leben zu erfüllen.“