Erstellt am 03. Februar 2016, 16:46

von Gerald Burggraf

Neuer Belag für A4. Mannswörther Bürger leiden unter Autobahnverkehr. Ab 2017 soll die Strecke auf Höhe der OMV-Raffinerie saniert werden.

Die Asfinag plant die Aufbringung eines „lärmmindernden Fahrbahn-belages der neuesten Generation“.  |  NOEN, Gerald Burggraf

Vor allem jene Mannswörther, deren Häuser direkt neben der Ostautobahn liegen, fühlen sich mitunter als wären sie direkt auf der A4. Da hilft auch die riesige Lärmschutzwand nur bedingt. Ursache soll laut den Bürgern der katastrophale Zustand der obersten Betonschicht sein.

Dass der Asphalt keineswegs in Ordnung ist, kann jeder der schon einmal auf dem Teilstück, auf Höhe der Raffinerie, gefahren ist, bestätigen. Die NÖN fragte nun beim Autobahnbetreiber „Asfinag“ nach, ob und welchen Verbesserungsbedarf man selbst sieht. „Das Gesamtkonzept Lärmschutz für Mannswörth beinhaltet die schon errichtete gekrümmte Lärmschutzwand und einen lärmmindernden Fahrbahnbelag“, erläutert dazu Clemens Mayr, Teamleiter der Konzeptiven Planung in der Asfinag.

Und weiter: „Es ist zusätzlich vorgesehen zwischen 2017 und 2019 die A4 in diesem Bereich zu sanieren. Im Zuge dieser Arbeiten wird ein lärmmindernder Fahrbahnbelag der neuesten Generation aufgebracht.“ Dieser soll gewährleisten, dass die Lärmpegel gegenüber dem Bestand spürbar gesenkt werden.

Verkehrsbeeinflussungsanlage in Betrieb

Laut Mayr sei darüber hinaus seit Jahren im Abschnitt zwischen Knoten Prater und Flughafen eine sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage, kurz VBA, in Betrieb. „Die VBA wird durch permanente Sensormessungen derart gesteuert, dass bei erhöhtem Verkehrsaufkommen automatisch die Geschwindigkeit reduziert wird, wodurch verkehrsgebundene Lärmemissionen reduziert und die Verkehrssicherheit gehoben wird“, erläutert der Asfinag-Teamleiter.

Gerade für die Region Mannswörth hätten sich dadurch entscheidende Verbesserungen ergeben. Zudem wurde zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der A4 am Knoten Schwechat die Geschwindigkeit von 130 km/h auf 100 km/h und sowie auf der S1 auf 80 km/h reduziert. Ein genereller 80er, wie schon früher aus Schwechat gefordert, ist weiter kein Thema.