Erstellt am 12. November 2015, 18:13

von Brigitte Wimmer und Nicole Nestler

„Nimm doch mal die Katze vom Kopf!“. Stermann und Grissemann reden über Gott und die Welt. Und über afghanische und afrikanische Ehefrauen.

Die Kabarettisten nahmen ihre Haartracht aufs Korn. Grissemann (vorne), laut Stermann mit Schamhaar am Kopf zur Welt gekommen, veräppelte »den Deutschen«, der ja noch die Katze am Kopf trägt.  |  NOEN, Foto: Wimmer
Am Freitag fanden sich viele eingeschworene Fans der beiden Kabarettisten Dirk Stermann und Christoph Grissemann im großen Saal des Multiversums ein. Die beiden Moderatoren von „Willkommen Österreich“ und Testimonials der österreichischen Wasserkraft hatten noch gar nicht richtig begonnen, als schon unzählige „Vorschusslacher“ im Publikum zu hören waren.

„Bitte lassen Sie ihr Handy an, damit sie erreichbar sind, wenn zuhause etwas Furchtbares passiert!“, vernahm man im Dunklen aus dem Off. Das war der Einstieg für Dirk Stermann, der vorhatte das Programm diesmal alleine zu bestreiten.

Aber wer streitet schon gerne alleine? So ließ auch Christoph Grissemann nicht lange auf sich warten und erschien leger in engem Pulli und Jeans auf der großen Multiversumbühne.

Im Witzgepäck hatten die beiden auch ihre fiktiven Ehefrauen Renate aus Afrika und Franziska aus Afghanistan — länderspezifische Klischees inklusive. Da sinniert Grissemann schon mal, wie denn Stermanns Angetraute mit ihrer Burka Schnitzel essen könnte, um dann lachend festzustellen, dass diese Wiener Spezialität gut durch das „Sichtfenster“ passen würde. „Das Auge isst eben mit.“ Eine Pointe jagte die andere und ab und an wurde auch etwas tiefer in den Kübel gegriffen.

Die oft von ihnen titulierten „Gags, Gags, Gags“ gab es letztlich zwar nicht in vollem Ausmaß, dennoch boten die beiden Kabarettisten einen kurzweiligen Abend im Multiversum.