Erstellt am 27. April 2016, 11:02

von Gerald Burggraf

Notarzt-Pkw fährt erste Einsätze. Insgesamt 25 Jahre war der Notarztwagen der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Schwechat im Dienst der Patienten im Einsatz.

Rechts das neue Notarzteinsatzfahrzeug und links ein Rettungswagen  |  NOEN, Manfred Hanakampf
Seit Montag vollzog die Blaulichtorganisation nun den Wechsel auf das so genannte Notarzteinsatzfahrzeug, kurz NEF. Der Unterschied der beiden Fahrzeuge liegt vor allem darin, dass der Notarztwagen gleichzeitig auch ein Transportfahrzeug ist, der NEF hingegen ein voll ausgestatteter Pkw. Künftig wird dieses voll ausgestattete Auto, besetzt mit einem Notarzt und einem Notfallsanitäter, parallel zum alarmierten Rettungswagen an den Einsatzort gerufen.
 
Die Notversorgung an der Unfallstelle erfolgt durch die die NEF-Besatzung, danach entscheidet der Arzt, ob ein Transport mit oder ohne Medizinerbegleitung notwendig ist. Im Falle einer schwereren oder akut lebensbedrohenden Verletzung fährt der Notarzt mit dem Rettungswagen mit und das Notarzteinsatzfahrzeug fährt hinterher. Ist ein Transport ohne Arztbegleitung möglich, ist das Notarzteinsatzfahrzeug sofort wieder einsatzbereit.
 
Das Rote Kreuz Schwechat sieht in dem neuen System, welches sich bereits international und in anderen Teilen Österreichs bewährt hat, mehr Flexibilität. Für die Bevölkerung wird der Umstieg übrigens keine Änderung mit sich bringen. Nach wie vor wird im Bedarfsfall das schnellst eintreffende Rettungsmittel sowie der schnellsteintreffende Notarzt alarmiert, um den Patienten rasch und bestmöglich zu versorgen.

„Die Rettungskräfte der Bezirksstelle Schwechat aber auch der umliegenden Bezirksstellen wurden in monatelangen Trainings auf die neue Struktur vorbereitet, sodass wir auch in Zukunft eine professionelle Versorgung aller unserer Patienten gewährleisten können“, so Ausbildungsverantwortliche Daniela Angetter.