Erstellt am 31. Oktober 2015, 05:42

von Andreas Fussi

Ortschefs lernten die Kläranlage kennen. Gemeinde-Vertreter bekamen aus erster Hand Infos über den Abwasserverband Schwechat. Studie über Entwicklung im Laufen.

Ein Teil der Gäste bei der Führung durch die Kläranlage: (v.l.): Jürgen Preselmaier (Bürgermeister Haslau-Maria Ellend), Werner Büchelhofer (Vizebürgermeister Haslau-Maria Ellend), Peter Wolf (Bürgermeister Maria Lanzendorf), Karin Baier (Bürgermeisterin Schwechat), Erwin Weitzl (Stadtgemeinde Schwechat), Peter Komarek (Bürgermeister Lanzendorf & AWVS Obmann), Dieter Schmidt (AWV Schwechat), Karl Farkas (Gemeinderat Hennersdorf), Ferdinand Hausenberger (Bürgermeister Hennersdorf) und Michael Lippl (Vizebürgermeister Maria Lanzendorf).  |  NOEN, Fussi

Unter dem Motto "Reines Wasser ist unser Ziel" lud der Abwasserverband Schwechat Politiker aus 13 Gemeinden in seine Zentrale in Mannswörth. Ziel der Info-Veranstaltung war, die nach der heurigen Gemeinderatswahl neu ins Amt gekommenen Mandatare über die Leistungen des Verbandes zu informieren.

Die Politikvertreter erfuhren, dass den Gemeinden und ihren Bürgern durch das Non-Profit-Unternehmen AWVS eine kostengünstige, dem modernsten Stand der Technik entsprechende Abwasserreinigung geboten wird. Über ein 42 Kilometer langes Kanalnetz, 10 Pumpwerke und eine der größten biologischen Kläranlagen Österreichs werden täglich mehr als 30.000 Kubikmeter Wasser gereinigt.

AWVS-Obmann Peter Komarek erklärte: „Dem Kreislauf der Natur entsprechend ist es wichtig, mit den Ressourcen sorgsam umzugehen und nicht nur Wasser zu sparen, sondern es nach dem Gebrauch wieder gereinigt in die Natur zu entlassen. Diese wichtige Aufgabe übernimmt der Verband und ist dabei ein verlässlicher Partner für seine Mitgliedsgemeinden.“

Kapazitätsreserven der Anlagen werden geprüft

AWVS-Geschäftsführer Dieter Schmidt ergänzte: „Neben dem Umweltaspekt stehen für uns auch Fragen der Wirtschaftlichkeit und Werterhaltung im Interesse der Gemeinden im Mittelpunkt.“ Neben der Aufgabe, jeweils dem modernsten Stand der Technik zu entsprechen, seien somit Instandhaltung und Sanierung die größten Aufgabenbereiche. „Derzeit ist deshalb auch eine Studie über die zukünftige Entwicklung des Abwasserverbandes in Ausarbeitung“, berichtet Schmidt.

Konkret werde derzeit unter Beiziehung eines Zivilingenieurbüros eine Auswertung der Betriebsdaten der letzten Jahre durchgeführt. Diese soll allfällige Kapazitätsreserven der bestehenden Verbandsanlagen aufzeigen. Weiters werden verfahrenstechnische Konzepte entwickelt, die allfällige Kapazitätsreserven begünstigen sollen.

Die Fertigstellung der Studie ist Mitte 2016 geplant. Schmidt: „Das Ergebnis der Studie soll dann mit dem prognostizierten Wachstum des Einzugsgebietes verglichen werden; daraus abgeleitet können Anlagenadaptierungen oder Baumaßnahmen werden.“ Als Betrachtungszeitraum für die Erhebungen wurde das Jahr 2025 fixiert.

Höhepunkt der Info-Veranstaltung war eine Führung durch die Kläranlage, geleitet vom Geschäftsführer persönlich. Danach stand eine Stärkung für die Teilnehmer auf dem Programm.