Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:38

von Andreas Fussi

Eltern wollen Linie retten. Verbindung nach Unterwaltersdorf hat sich mit Fahrplanänderung für Schüler des Don Bosco Gymnasiums verschlechtert. Eltern appellieren an VOR, alte Linie zu belassen.

Neben überarbeiteten Linienführungen und Abfahrtszeiten haben die Buslinien eine neue systematische Benennung erhalten.  |  NOEN, VOR

Vor allem in Moosbrunn ist die Aufregung unter vielen Eltern groß. Durch den am Montag in Kraft getretenen Fahrplanwechsel des Verkehrsverbund Ostregion (VOR) kam es für sie zu einer Verschlechterung der Verbindung nach Unterwaltersdorf, wo viele Kinder das Don Bosco Gymnasium besuchen.

Die vormalige Linie 467 von Himberg nach Unterwaltersdorf wurde gestrichen und durch die Linie 226 ersetzt, aber statt der alten – schnellen – Verbindung mit 8 Minuten, startet die Fahrt 25 Minuten früher und dauert jetzt mit einer Schleife nach Gramatneusiedl, Mitterndorf, Schranawand eine halbe Stunde. Zum Vergleich: Mit dem Auto würde man die Strecke in nur fünf Minuten bewältigen. Allerdings sind viele Eltern auf das Bussystem angewiesen. Für 55 Schüler aus den Gemeinden Moosbrunn, Himberg und Velm war bisher die kurze Anfahrtszeit ein wichtiges Argument für das Don Bosco Gymnasium.
 

Im Namen der Eltern wurde ein Protestbrief an den VOR geschickt. Unter anderem heißt es: „Von uns wurde die Schule wegen der guten Erreichbarkeit durch die öffentlichen Verkehrsmittel gewählt. Mit der Fahrplanänderung stellen sich für Familien erhebliche Probleme dar. Will man es seinem Kind wirklich antun um 5.30 Uhr aufzustehen, 30 bis 50 Minuten mit dem Bus durch die Gegend zu fahren und dann noch 40 Minuten auf den Beginn der Schule zu warten?“

Neuer Fahrplan für Anbindungen in der Region

Ein weiterer Punkt, der aufstößt: „Die Kinder, die nach Eisenstadt weiterfahren, werden den Anschlussbus mit der neuen Fahrplanänderung nicht erreichen. Das heißt, sie müssen von den Eltern nach Unterwaltersdorf gebracht werden. Hier werden schon Schulwechsel angedacht, da es manchen nicht möglich ist, sein Kind jeden Tag zu fahren.“ Der VOR wird ersucht, „diese für uns so wichtige Buslinie in der derzeitigen Fassung bestehen zu lassen. Diese neue Fahrplanänderung geht wirklich auf Kosten der Schüler, die sonst keine andere Möglichkeit haben in die Schule zu kommen.“

Auf mehrfache Intervention, auch von VP-Bürgermeister Gerhard Hauser, wurde vom Verkehrsverbund Ostregion (VOR) mitgeteilt, dass daran gearbeitet werde die Unstimmigkeiten zu beseitigen. Gegenüber der NÖN informiert Jürgen Pogadl vom VOR: „Natürlich sind wir immer sehr offen für sachliche Vorschläge und schauen uns die Linienführung noch einmal konkret auf Optimierungspotenzial an.“

Pogadl unterstreicht jedoch eines: „Mit der Änderung des bisherigen Fahrplans wird es künftig für einen großen Teil der Fahrgäste zu einer Angebotsverbesserung kommen. Der neue Fahrplan erfüllt den lang gehegten Wunsch nach besseren Anbindungen in der Region.“ Die Fahrplanerstellung war heuer für viele Mitarbeiter durch die Umstellung auf die Taktfahrpläne, die Einbindung des neuen Wiener Hauptbahnhofs sowie der Ausschreibung der regionalen Buslinien eine komplexe Aufgabe, heißt es.