Erstellt am 05. Februar 2016, 10:03

von Gerald Burggraf

Reiser folgt auf Payer. Bisheriger Bezirksgeschäftsführer wechselt zurück in die Privatwirtschaft. Zwölfaxinger Ortschefin übernimmt.

Richard Payer (l.) wünscht seiner Nachfolgerin als Bezirksgeschäftsführer, Astrid Reiser, alles Gute. SP-Bezirksparteiobmann Gerhard Razborcan lobt den guten Job Payers, freut sich nun aber auf die künftige Zusammenarbeit mit Reiser  |  NOEN, Gerald Burggraf

"Es war arbeitsintensiv, aber es hat auch Spaß gemacht", so fasst Richard Payer seine Zeit als Bezirksgeschäftsführer der SPÖ mit einem Schmunzeln zusammen. Der Himberger folgte vor rund zweieinhalb Jahren Barbara Sachs nach und musste sein organisatorisches Talent nicht zuletzt bei der Gemeinderatswahl im Vorjahr unter Beweis stellen.

Nun zieht es den 28-Jährigen jedoch zurück in seinen Brotberuf als IT-Spezialist. Seinen neuen Job als Softwareprogrammierer hat er auch bereits angetreten. Trotz seines Rückzugs aus der SP-Bezirksparteizentrale ist das aber nicht das Ende seiner politischen Laufbahn. „Jugendgemeinderat in Himberg bleibe ich natürlich. Vielleicht bleibt dafür nun noch mehr Zeit über“, erläutert er.

Razborcan lobt Zusammenarbeit

Bezirksparteichef Gerhard Razborcan streut Payer jedenfalls Rosen und lobt die Zusammenarbeit. „Da ist auf der einen Seite schon Wehmut dabei“, unterstreicht er. Auf der anderen Seite freue er sich, mit Astrid Reiser einen kompetenten Ersatz gefunden zu haben.

Die Zwölfaxinger Bürgermeisterin trat bereits mit Montag ihren neuen Job an. Dass es ihr, aber auch Payer, der bis zu letzten Minute für die SPÖ arbeitete, nicht an Engagement fehlt, zeigte sich am Freitag. „Sowohl Richard Payer als auch Astrid Reiser waren bei einer Info-Aktion mit der Gewerkschaft zum Thema Steuerreform um 5.30 Uhr beim Schwechater Bahnhof“, erzählt Razborcan.

Nachfolgerin nimmt umgekehrten Weg

Während der ehemalige Bezirksgeschäftsführer in die Privatwirtschaft zurückkehrt, nimmt seine Nachfolgerin den umgekehrten Weg. Reiser war zuletzt hauptberuflich als Geschäftsführerin der ÖGB-nahen IT-Firma „3-S-IT Dienstleistungen“ engagiert. Davor war sie in der ÖGB-Liegenschaftsverwaltung sowie elf Jahre bei den Wiener Netzen im Controlling tätig. Ihre Fähigkeiten als Organisationsspezialistin soll sie nun in der SPÖ unter Beweis stellen.

Für Reiser persönlich war ein gewichtiger Punkt zur beruflichen Veränderung, die nun einfachere Vereinbarung ihres Jobs und des Bürgermeister-Postens. „Alleine der Berufsweg ist nun deutlich geringer“, betont sie.