Erstellt am 02. März 2016, 12:30

von Stefan Obernberger

Schüler (14) brutal überfallen!. Mannswörther Teenie von mehreren Jugendlichen mehr als 20 Mal (!) geschlagen und beraubt worden – und alles wegen läppischer 25 Euro!

Nur unweit der beiden Volksschulen und des Gymnasiums entfernt kam es zu dem Übergriff.  |  NOEN, Foto: Obernberger, NÖN

UPDATE – der Mittwoch brachte neue Erkenntnisse:


 

Alles passierte gestern, Sonntagabend, im Stadtkern von Schwechat, in der Franz Schubert Straße. Der Jugendliche (14) aus Mannswörth war mit seinem Longboard gerade Richtung Hauptplatz unterwegs, als er von einem etwa gleichaltrigen Burschen vom Board gestoßen wurde.

Bereits zuvor hatte der Unbekannte dem Schüler – so gab er es später zumindest laut Polizei zu Protokoll – hinterher gerufen und ihn mehrmals dazu aufgefordert, zu ihm zu kommen. Doch dem 14-Jährigen war dies auf Anhieb komisch vorgekommen. Er hatte nur entkommen wollen und deshalb die Zurufe ignoriert. Doch dieser Fluchtversuch war misslungen, wie sich schließlich herausstellte.

Mit Fäusten auf Opfer eingeprügelt

Denn als der Teenie nach dem wuchtigen Stoß nun hilflos auf dem Boden lag, wurde er von dem Verdächtigen auf brutalste Weise regelrecht niedergeschlagen. Mehr als 20 Faustschläge gegen das Gesicht musste er ertragen. Dabei wurde auch seine Kleidung nach Geld und Wertgegenständen durchsucht. Der geschockte Schüler musste in weiterer Folge auch die Geldbörse aushändigen, ehe man von ihm abließ und mit 25 Euro das Weite suchte. Auch  noch weitere Burschen möchte der Schüler dabei gesehen haben.

Gemeinsam mit seiner Mutter suchte das Opfer jedenfalls gegen 20 Uhr die Polizeiinspektion Wiener Straße auf und erstattete Anzeige. Von den mutmaßlichen Tätern fehlte zu diesem Zeitpunkt aber natürlich schon jede Spur. Sie sollen Richtung Hauptplatz (Bushaltestelle) geflüchtet sein.

14-Jähriger schwer geschockt

Laut einem ermittelnden Beamten stand dem 14-Jährigen der Schock regelrecht ins Gesicht geschrieben. Eine genaue Täterbeschreibung war deshalb vorerst nicht möglich.

Doch insgesamt betrachtet hatte der Schüler Glück: Denn wie durch ein Wunder überstand er den dreisten Überfall jedoch ohne lebensgefährlichen Verletzungen. Ein Amtsarzt führte die Versorgung durch und stelle bei der Untersuchung zahlreiche Gesichtsverletzungen fest. Doch mit den seelischen Schmerzen wird er vermutlich noch lange zu kämpfen haben …

Hinweise aus Bevölkerung erbeten

Nun erhoffen sich Schwechats Kriminalbeamte sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung: „Wer hat gegen 17:20 in der Franz Schubert Straße und Umgebung etwas Verdächtiges wahrgenommen?“ Selbstverständlich werden alle Informationen vertraulich behandelt. Die Ermittlungen laufen nach wie vor auf Hochtouren.
 
Erst vergangene Ausgabe mussten wir über einen Raub auf eine 46-jährige Frau berichten, die nach dem Bankbesuch von einem Unbekannten ihrer Tasche beraubt wurde – damals ebenfalls eine Mannswörtherin, aber ohne Gewalteinwirkung und letztlich ohne Beute ( ). Einen Zusammenhang zwischen beiden Taten könne man derzeit weder ausschließen noch bestätigen, hieß am Montagabend vom Stadtpolizeikommando Schwechat auf Nachfrage der NÖN.