Schwadorf

Erstellt am 05. April 2017, 05:21

von Raimund Novak

Diskussion Sportplatz: "Was können wir Jugend bieten?“. Die Errichtung einer Multisportanlage um rund 115.000 Euro stieß bei Josef Seyer (VP) auf Ablehnung.

Eine grafische Darstellung der geplanten Sportanlage: Künftig können sich Jugendliche nahe des Fußballplatzes des ASK Schwadorf austoben.  |  zVg

Im Sommer soll die Multisportanlage nahe des Sportplatzes des ASK Schwadorf fertig sein und Jugendlichen ermöglichen, Sportarten wie Basketball, Fußball, Handball, Faustball und Volleyball auszuüben. Sie soll den bestehenden und bereits beschädigten Skaterplatz ersetzen. Kostenpunkt: 115.000 Euro.

Als Hauptgrund für die Anschaffung wurde die Situation in der Außenanlage der Hauptschule herangezogen, die über eine derartige Anlage zwar verfügt, die aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Dennoch wurde sie in der Vergangenheit von Jugendlichen verbotenerweise genutzt und verunstaltet (die NÖN berichtete).

Für den geschäftsführenden Gemeinderat der ÖVP, Josef Seyer, wäre die Errichtung einer zweiten Anlage aber keine sinnvolle, sondern vor allem eine kostenaufwendige Lösung. „Ich habe in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Tennisplätzen und Hartplätzen gemacht. Mit wäre es lieber, dass wir das Geld in das Hallenbad-Projekt stecken.“ VP-Obmann Stefan Wolf fügte hinzu, dass auch in der Europaschule Investitionen nötig wären und die Kabinen des Fußballvereines erneuert werden müssten und erwog die Suche nach Alternativangeboten für die Jugend.

„Altersgruppe, die durch den Rost fällt“

SP-Gemeinderat Heinz Strauby wies hingegen mehrmals darauf hin, wie wichtig eine derartige Anlage in der Gemeinde wäre. „Unsere Jugendlichen treiben sich auf der Straße herum und wissen einfach nicht, was sie tun sollen, weil wir ihnen einfach nichts bieten können. Wir haben zwar fünf Spielplätze, aber für die Halbwüchsigen fehlt uns eine Einrichtung.“

Viele SP-Gemeinderäte berichteten über diverse Treffpunkte der Jugend, die dafür nicht geeignet seien – so auch Dagmar Happel, die den Bereich vor der Europaschule erwähnte: „Es ist leider eine Altersgruppe, die bei uns durch den Rost fällt.“ Letztlich wurde das Vorhaben auch ohne Seyers Zustimmung beschlossen.