Erstellt am 10. Juni 2016, 05:25

von Raimund Novak

„Feuerteufel“ auf der Fischabrücke. Unbekannte Täter demolierten im Naturschutzgebiet eine Brücke und zündeten deren morsche Holzlatten an.

Das war das »Objekt der Begierde«, auf dem sich unbekannte Täter richtig austobten - zum Ärger der Gemeindearbeiter.  |  NOEN, privat

Verbranntes Holz und unauffindbare Absperrgitter – das Bild, das sich Gemeindemitarbeitern vor wenigen Tagen im Naturschutzgebiet bot, war nicht sehr erfreulich. Eine Fischabrücke, wenige hundert Meter außerhalb von Schwadorf Richtung Wienerherberg, wurde, vermutlich von Jugendlichen, beschädigt.

Erst kürzlich wurde die Brücke aufgrund ihres morschen Zustandes abgesperrt. Die Absperrungen hinderten die Täter aber nicht daran, den Übergang zu betreten und einige Bretter zu entfernen. „Die Trenngitter sind verschwunden und liegen wahrscheinlich im Bach oder wurden mitgenommen. Außerdem war alles verkohlt“, berichtete Vizebürgermeister Gustav Weber unter anderem von angezündeten Holzbalken, die in der unmittelbaren Nähe gefunden wurden.

Der Schauplatz wurde fotografiert und die Gemeinde erstattete bei der Polizei Anzeige. „Das sind jugendliche Scherze, die leider gefährlich sein können“, weist Weber auf das Entfernen von Absperrungen hin. Hätte zu dieser Zeit jemand die Brücke überquert, hätte dieser durchbrechen können.

Die beschädigte Brücke soll repariert werden

Vandalismusakte sind in der Gemeinde keine Seltenheit, eine Lösung des Problems erweist sich als schwierig. „Die Leute auf frischer Tat zu ertappen ist oft nicht möglich. Gemeindemitarbeiter und Polizei werden aber regelmäßig ihre Touren drehen“, so der Vize. Im Zuge der „Hundekot-Problematik“ engagierte die Gemeinde bereits für einige Monate einen sogenannten „Dog-Watcher“ (die NÖN berichtete). Dieser hatte durchaus Wirkung gezeigt.