Erstellt am 16. Januar 2016, 05:13

von Raimund Novak

Wird die Mauer fallen?. Jene Schlossmauer, die auf Gemeindegrund steht, wurde kürzlich von einem Historiker unter die Lupe genommen.

Das Teilstück der Schlossmauer sorgt seit vielen Jahren für Gesprächsstoff.  |  NOEN, Foto: Novak
Vor sechs Jahren stellte das Bundesdenkmalamt den Bescheid aus, jene Mauer des örtlichen Schlosses (entlang des neu errichteten Feuerwehrhauses), die auf Gemeindegrund steht, unter Denkmalschutz zu stellen. Schon damals wurde eine Revision seitens der Gemeinde eingelegt. Seitdem läuft das Verfahren und es gibt einen ständigen schriftlichen Meinungsaustausch zwischen der Gemeinde und den Behörden (die NÖN berichtete).
In der Gemeinderatssitzung informierte SP-Vizebürgermeister Gustav Weber den Gemeinderat von einem Besuch eines Historikers, der seitens des Landes Niederösterreich beauftragt wurde, die besagte Schlossmauer in der Bruckerstraße zu begutachten.

Laut Weber gab dieser nun Entwarnung: „Er sieht keinen historischen Wert und wird das auch dem Richter mitteilen.“ Im Gespräch mit der NÖN berichtete Weber von der Inspektion: „Es wurde festgestellt, dass die Mauer zum Teil schon mit Dach- und Mauerziegeln geflickt wurde und sie auch keinen Wehrcharakter hat.“ Bei einem positiven Denkmalschutzbescheid muss die Gemeinde für die Restaurierung sorgen. Dies wäre eine weitere finanzielle Belastung, die Schwadorf in diesen schweren Zeiten nicht gebrauchen kann. Sollte die Behörde zum Entschluss kommen, die Mauer nicht unter Denkmalschutz zu stellen, könnte sie endgültig fallen, da im Zuge des Projektes „Junges Wohnen“, das in der Bruckerstraße entsteht, eine Abgrenzung geschaffen werden muss.

„Sie könnte verschönert werden, oder eben komplett abgerissen werden, um einen Zaun zu errichten. Das ist allerdings alles noch Zukunftsmusik“, so Weber, der mit einer endgültigen Entscheidung frühestens in einem halben Jahr rechnet.