Schwechat

Erstellt am 24. August 2016, 05:54

von Josef Rittler

Arbeiterkammer: Konfliktthema Urlaub. Halbjahresbilanz Die Arbeiterkammer rät Dienstnehmern, eigene Aufzeichnungen über die verbrauchten Urlaubstage zu führen.

Schwechats AK-Bezirksstellenleiter-Stellvertreter Gottfried Nusser, Gänserndorfs Bezirksstellenleiter Robert Taibl, Helga Schaber, die Leiterin des AK-Rechtsschutzbüros NÖ Ost, Hainburgs AK-Bezirksstellenleiter Christian Bauer und AK-Vorstandsmitglied Peter Stattmann präsentierten die Halbjahresbilanz im Arbeitsrecht für Schwechat, Bruck und Gänserndorf.  |  Krminac

In der Bezirksstelle Schwechat präsentierten die AK-Dienststellen Schwechat und Hainburg ihre halbjährliche Bilanz. Besonderes Augenmerk wurde dem Thema „Gesetzlicher Urlaub“ gewidmet.

In Schwechat etwa hatte ein Installateur nach der Kündigung seine Endabrechnung von der AK kontrollieren lassen. „Die Überprüfung ergab einen offenen Resturlaub von zehn Arbeitstagen, für die die Firma eine Ersatzleistung hätte auszahlen müssen“, berichtet der stellvertretende Dienststellenleiter Gottfried Nusser.

Mithilfe der Aufzeichnungen des Mannes über seine verbrauchten Urlaubstage intervenierte die AK Schwechat bei der Firma. Mit Erfolg: Der Installateur bekam das ihm zustehende Geld ausbezahlt. „Es ist wichtig, Arbeitszeitaufzeichnungen zu führen und auch den verbrauchten Urlaub genau zu dokumentieren, damit bei Unstimmigkeiten der offene Urlaub ermittelt und berechnet werden kann“, rät Nusser.

Im Urlaub stets erreichbar?

Im Bezirk Bruck war ein Bauarbeiter im März für drei Wochen auf Urlaub. Doch von seiner Firma bezahlt bekam er nur das Entgelt für die zwei restlichen Wochen im März, in denen er gearbeitet hat. Er wandte sich an die AK-Bezirksstelle in Hainburg und bat um Rat. „Im Baugewerbe reicht grundsätzlich die Firma für den Arbeitnehmer die Auszahlung des Urlaubsentgeltes samt Nebenleistungen bei der zuständigen Kasse ein.

Die Firma erhält dann den Betrag und zahlt ihn an den Dienstnehmer aus. Das ist hier nicht passiert“, schildert AK-Bezirksstellenleiter Christian Bauer. Er intervenierte für den Bauarbeiter erfolgreich bei Unternehmen und Kasse, sodass für den Bauarbeiter rund 1.200 Euro gerettet werden konnten.

Ein großes Thema war im letzten Halbjahr auch die Frage, ob Arbeitnehmer im Urlaub stets erreichbar sein müssen. „In der Dienstleistungsbranche haben bei einer AK-Befragung mehr als 40 Prozent der Beschäftigten angegeben, dass sie im Urlaub erreichbar sind. Das müssen sie nicht. Der Urlaub dient ausschließlich der Erholung, das ist gesetzlich verankert,“ so Helga Schaber vom AK Rechtsschutzbüro NÖ Ost.

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  • Im Urlaub für die Firma erreichbar?