Erstellt am 04. Februar 2016, 09:03

von Gerald Burggraf

Schwechat-Brücke ab April gesperrt. Überquerung bei Siedlung "Auf der Ried" soll schon ab November wieder befahrbar sein.

Die Brücke über die Schwechat wurde 1978 gebaut und ist vor allem durch den Schwerverkehr schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.  |  NOEN, Gerald Burggraf

Baumaschinen bei der Brücke über die Schwechat in Richtung Hafen Albern sind sowohl für die Bewohner der Siedlung "Auf der Ried“ als auch für Walter Koch von der Initiative „Wir für Schwechat-Mannswörth“ ein Zeichen, dass der Neubau kurz bevorsteht. Bis dahin wird es allerdings noch ein paar Wochen dauern. Derzeit sind noch erste Vorarbeiten im Gange, wie Ronald Keiblinger von der Abteilung Brückenbau der NÖ Landesregierung betont.

„Die Brücke ist aufgrund des hohen Schwerverkehrsanteiles und des Alters der Brücke in einem schlechten Zustand“, erläutert er. Daher kam nur ein Neubau infrage. Dieser startet mit 4. April. Damit geht auch eine Komplettsperre einher. „Ab diesem Zeitpunkt wird auf dem alten Brückenobjekt durch das österreichische Bundesheer eine Stahlbehelfsbrücke für Fußgeher und Radfahrer errichtet“, berichtet Keiblinger.

Überquerung zu Fuß oder per Fahrrad möglich

Ende April wird diese Ersatzbrücke flussaufwärts gehoben, wodurch das Überqueren der Schwechat zu Fuß oder per Fahrrad weiterhin möglich ist. Für Pkw oder kleinere Lkw wird es eine örtliche Umleitung geben, der Schwerverkehr muss großräumig über A4 und S1 ausweichen. Die öffentlichen Busse werden mit leichten Adaptierungen weiterfahren. Einzig bei der Linie 279, die zu gewissen Zeiten die Brücke quert, wird es Änderungen geben. Für die Zeit des Neubaus wird ein Taxishuttledienst für die betroffenen Fahrgäste, vor allem Schüler, eingerichtet. Die Eltern sind darüber aber bereits unterrichtet.

Die Bauarbeiten für die neue Brücke sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein, rund einen Monat später ist die Verkehrsfreigabe geplant.

Die Umleitungen

  • Pkw, Busse, landwirtschaftlicher Verkehr sowie LKW bis 3,5 Tonnen werden örtlich über Schwechater Gebiet umgeleitet.

  • Der Schwerverkehr (über 3,5 Tonnen) über das hochrangige Straßennetz S1 und A4 sowie das Wiener Stadtgebiet.

  • Für Fußgeher und Radfahrer wird eine Ersatzbrücke hergestellt, die während der gesamten Bauzeit zur Verfügung steht.