Erstellt am 08. September 2015, 15:27

von Stefan Obernberger und Andreas Fussi

Einschleich-Einbruch in Seniorenzentrum?. Räumlichkeiten der Verwaltung wurden heimgesucht, der Tresor fehlt. Mysteriös: Einbruchsspuren ins Gebäude gibt es nicht.

Symbolfoto  |  NOEN, Stefan Obernberger

Zu dem Vorfall kam es in der Nacht auf Dienstag in der Vorwoche. Betroffen waren ausnahmslos die Verwaltungsbüros des Pflegezentrums. Räumlichkeiten der Bewohner blieben unangetastet, betont man seitens der Hausleitung.

Loch in der Tür zum Büro

„Unsere Mitarbeiterinnen entdeckten bei ihrem Eintreffen in der Früh ein Loch in der Tür zum Büro und kontrollierten sofort, ob es sich um einen Einbruch handelte und etwas fehlt. Dabei bemerkten sie, dass der Tresor, der in einem Kasten verschraubt war, fehlte“, berichtet Sozialarbeiterin Ulrike Barta gegenüber der NÖN. Daraufhin sei die Schwechater Kriminalpolizei verständigt worden.

Tresor mit Bargeld verschwunden

Der entwendete 100 Kilogramm schwere Tresor beinhaltete diverse Handkassen mit Bargeld sowie Uhren und Schmuck und wurde vom Erdgeschoß durch den Keller aus dem Haus geschafft. Dazu wurde eine hauseigene Rodel zum Transport verwendet und am Tatort zurückgelassen.

Täter waren im Erdgeschoß und Keller

Laut Aufzeichnungen der elektronischen Türschließanlage konnte der Zeitraum des Einbruchs eingegrenzt werden. Weiters steht fest, dass die unbekannten Täter sich ausschließlich im Erdgeschoß und im Keller aufhielten. „Die Sicherheit der im Haus befindlichen Personen war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr“, betont Barta.

Doch wie die unbekannte Täterschaft überhaupt in das Gebäude gelangte, stellt Mitarbeiter und Kriminalisten vor ein Rätsel. Denn sämtliche Fenster, Türen und Eingänge waren verschlossen und nicht beschädigt. „Möglicherweise hat die Täterschaft vor 21 Uhr, bevor die Eingänge des Seniorenzentrums versperrt werden, das Gebäude betreten und sich bis zum Einbruch versteckt gehalten“, so ein Ermittler. Zahlreiche gesicherte Spuren würden jetzt jedenfalls einmal ausgewertet werden. Eine diesbezügliche Analyse sei bereits im Gange.

Die Höhe des Gesamtschadens wird im fünfstelligen Eurobereich beziffert. Das Stadtpolizeikommando bittet um Hinweise, die an jeder Polizeidienststelle gemeldet werden können.