Erstellt am 24. Februar 2016, 05:54

von Gerald Burggraf

Für Stadtpolitik ist Wien kein Thema. Ein Vorschlag des Wiener Landtagspräsidenten Harry Kopietz (SP) stößt in Schwechat auf strikte Ablehnung.

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Nach dem Aus des Bezirks Wien-Umgebung wirbt eine Bürgerinitiative in Klosterneuburg dafür, sich der Bundeshauptstadt anzuschließen. Darauf angesprochen, betont der Wiener Landtagspräsident, Harry Kopietz (SP), dass er sich dessen nicht verschließe. Zudem könne er sich auch Vösendorf oder Schwechat als 24. Bezirk gut vorstellen. In den Polit-Kreisen der Braustadt hält man davon aber wenig. Abgesehen davon, dass von einer Eingemeindung nach Wien noch nie die Rede war.

„Die Bürgermeisterin hat sofort geantwortet und gemeint, dass wir stolze Schwechater sind“, merkt Vizestadtchefin Brigitte Krenn (Grüne) in Vertretung von Karin Baier, die sich im Krankenstand befindet, an. Die Zugehörigkeit zu Wien hätte aus Krenns Sicht durchaus Vorteile, etwa bei den öffentlichen Verkehrsanbindungen. Ein realpolitisches Thema sei es nicht. „Gerne Schwechaterin“ ist auch FP-Stadtparteiobfrau Andrea Kaiser. Für sie ist Wien ebenso wenig attraktiv, wie für VP-Gemeinderat Mario Freiberger: „Das steht überhaupt nicht zur Diskussion, wir sind stolze Niederösterreicher.“

Ebenfalls ein klares „Nein“, kommt von NEOS-Gemeinderat Michael Sicha. „Ich wüsste keinen Vorteil, den uns Wien bringen könnte. Schwechat hat jährliche Kommunalsteuereinnahmen von 30 Millionen Euro, ohne die Miseren, wären wir ja sensationell“, betont er.