Erstellt am 11. Februar 2016, 05:28

von Gerald Burggraf

Gemeinde schluckt Steuererhöhung. Steuerreform verursacht Anstieg des Steuersatzes für Kindergärten oder Hort. Vorerst keine Mehrkosten für Eltern.

Von den gestiegenen Kosten wären auch die Eltern der Kinder im Kindergarten Brendanihof betroffen. Bis zum Sommer wird der Kostenaufschlag aber durch die Stadtgemeinde Schwechat getragen.  |  NOEN, Burggraf

Dank der Steuerreform bleibt den Arbeitnehmern am Ende des Monats seit 1. Jänner mehr im Geldbörsel. Einige sprechen sogar von der größten Entlastung der Zweiten Republik. Dennoch gibt es auch einige Wermutstropfen zu verzeichnen. So etwa mit der Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes für Gemeinden bei der Kinder- und Jugendbetreuung von zehn auf 13 Prozent.

Diese trifft die Gemeinde, die die Erhöhung direkt an die Eltern weitergeben müssen. In Schwechat sieht man davon aber vorerst ab. „Wie immer treffen Steuererhöhungen meistens die Schwächsten in der Gesellschaft“, meint die zuständige Stadträtin Ljiljana Markovic (Grüne).

Schwechater Familien entlasten

Um die Schwechater Familien zu entlasten, habe die Stadtregierung beschlossen, die Zusatzausgaben bis Ende des Schuljahres selbst zu stemmen. Markovic zeigt sich darüber „sehr glücklich“. Mit welchen zusätzlichen Kosten die Stadt nun rechnen muss, konnte Markovic bis zu Redaktionsschluss nicht sagen.

Auch SP-Bürgermeisterin Karin Baier betont: „Dies soll dazu beitragen, die Betreuungskosten in Schwechater Kinderbetreuungseinrichtungen, sei es nun Kinderkrippe, Kindergarten oder Hort, weiter moderat zu halten“ Ab dem Schuljahr 2016/17 werden die gestiegenen Kosten aber sehr wohl den Eltern verrechnet werden müssen.
Aktuell werden bis zu 75 Kinder in vier Kinderkrippen, rund 560 in den Kindergärten und bis zu 360 in den Horten betreut.