Erstellt am 20. Januar 2016, 05:28

von Stefan Obernberger

Golfrange: Einbrecher kamen ein zweites Mal. Zwei Einbrüche in 24 Stunden – trotz Alarmanlage: Jeweils entstand mehr Sachschaden als die Beute ausfiel. Hinweise erbeten.

Golfrange-Anlage an der Budapester Bundesstraße. Seit zehn Jahren sei laut Besitzer nie etwas vorgefallen.  |  NOEN, Stefan Obernberger

Zum ersten Mal wurde in die an der B10 gelegene Golfrange Donnerstagnacht – also in der Nacht nach den beiden Überfällen im Stadtgebiet – eingebrochen. Unbekannte Täter drangen in das Gebäude ein.
Wie das Stadtpolizeikommando Schwechat auf NÖN-Anfrage mitteilt, wurde dabei eine Glastüre mit mehreren Steinen eingeschlagen, durch deren Loch schließlich der oder die Täter einstiegen. Auch die Tür zu einer Trainerkabine wurde gewaltsam geöffnet. „Außerdem dürfte versucht worden sein, einen Getränkeautomaten aufzubrechen“, so ein Ermittler.

Laut Exekutive kann davon ausgegangen werden, dass sich die Täter nur im Restaurantbereich des Areals aufgehalten haben, weil nur dort die Alarmanlage ausgelöst haben dürfte. Das Ertönen des akustischen Alarms hat offenbar schlussendlich auch dazu beigetragen, dass die Einbrecher ohne Beute das Weite suchten. Drei Minuten (!) nach Alarmauslösung war übrigens bereits der erste Streifenwagen vor Ort. Eine Fahndung verlief dennoch negativ.

Glastüre erneut eingeschlagen

Nicht einmal 24 Stunden später der nächste Coup auf ein und dieselbe Golfplatzanlage. Dieses Mal standen die Räumlichkeiten rund um das Restaurant im Visier der Kriminellen, etwa die Garderoben, inklusive der darin befindlichen Kästchen und die Golfschule. „Möglicherweise hat man bemerkt, wo die Alarmanlage anschlägt und wo nicht und man kam deshalb ein zweites Mal“, vermutet der Golfplatzmanager Christoph Schneeberger im Gespräch mit der NÖN.

Die Tat wurde dieses Mal – da kein Alarm – jedoch erst am darauffolgenden Morgen entdeckt. Die Glastüre, die gerade erst wieder repariert worden ist, sei erneut eingeschlagen worden. Trotzdem fiel die Beute mager aus: Der Sachschaden sei demnach bedeutend höher als das Diebesgut. Die Polizei geht von der gleichen Täterschaft aus. „Seit 10 Jahren bin ich hier, nie war etwas und nun gleich zwei Einbrüche an zwei Tagen, einfach lästig so etwas“, ärgert sich Schneeberger.