Erstellt am 10. Februar 2016, 06:03

von Gerald Burggraf

Gurkengläser gesucht. Reges Interesse und viele Fragen zur Flüchtlingshilfe in Schwechat. Rotes Kreuz präsentierte Projekt am Flughafen.

Rund 100 interessierte Schwechaterinnen und Schwechater fanden sich am Montag beim Infoabend von Stadtgemeinde und Rotem Kreuz zum Thema »Flüchtlinge« im Rathaus ein.  |  NOEN, Foto: Mladenov

„Wie kann ich helfen?“, „Was kann man spenden?“ oder „Wie sieht der Tagesablauf im Flüchtlingsquartier aus?“ – nur drei von zahlreichen Fragen, die am Montag im Rahmen eines Infoabends im Rathaus erläutert wurden. Thomas Wallisch, Projektleiter beim Roten Kreuz, antwortete geduldig.

Neben Kleidung, in vielen Fällen werden die häufigsten Größen S und M gesucht, gibt es immer wieder Bedarf an bestimmten Dingen. Derzeit sind vor allem Gurken- oder Marmeladegläser der Renner. Warum? Weil darin das Waschmittel für die Flüchtlinge rationiert werden kann. „Ich finde es spannend, wo überhaupt Bedarf ist“, wundert sich auch Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne).

Gebraucht werden derzeit rund 200 Gläser mit einer Füllmenge von einem viertel oder einem halben Liter. Sie selbst zeigt sich mit dem Infoabend sehr zufrieden. „Alle meine Erwartungen wurden übertroffen. Die Veranstaltung ist sehr positiv abgelaufen“, betont sie.

Zum Thema

• Das Quartier: Derzeit sind im Henry-Dunant-Quartier 235 Männer, 67 Frauen und 27 Kinder aus 17 Nationen untergebracht.

• Die Erreichbarkeit: Mit der S-Bahn kann am Flughafen gefahren werden, von dort gibt es einen regelmäßigen Shuttle-Dienst des Airports zum Flüchtlingsheim.