Erstellt am 16. September 2015, 10:16

„Schwechat könnte neue Hauptstadt sein“. Bis auf FPÖ sehen Schwechater Parteien die Bezirksreform positiv. Ruf nach Schwechat als Bezirkshauptstadt

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Der Forderung von Politikkollegen, Schwechat sollte im Fall der Zusammenführung mit dem Bezirk Bruck die Bezirkshauptstadt werden, kann SPÖ-Bürgermeisterin Karin Baier viel abgewinnen. „Schwechat ist groß genug und wirtschaftlich stark, dass es sich das verdient hätte.“ Sie wolle anregen, über Schwechat als Bezirkshauptstadt nachzudenken.

Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne) pflichtet bei: „Aufgrund der Einwohnerzahl könnte Schwechat neue Bezirkshauptstadt werden.“ Die Grünen begrüßen eine Reform des Bezirkes. Nur die Art, „wie über die Gemeinden drübergefahren wird“, sei nicht in Ordnung. Krenn hinterfragt auch die Entscheidung, dass der Teilbezirk Schwechat auseinandergerissen wird. Hier müsse geschaut werden, wie die Interessen der Gemeinden sind.

BH-Außenstelle soll bleiben

Die FPÖ stört laut Bezirkschef Wolfgang Zistler, wie Landeshauptmann Erwin Pröll vorgegangen sei: „Ohne Einbindung der Bürger gibt es über Nacht eine Entscheidung“. Mit der Auflösung des Bezirkes sei man in Schwechat nicht glücklich. Zistler befürchtet, dass die BH-Außenstelle aufgelassen werden könnte. Allerdings wurde bereits seitens des Landes angekündigt, dass die Außenstelle bleibt.

Schwechats VP-Chef Alexander Edelhauser befürwortet die Zusammenlegung von geografischen Räumen, die sich nebeneinander befinden. Schlecht sei die Abspaltung von Leopoldsdorf, Lanzendorf und Maria Lanzendorf. Er hinterfragt auch, weshalb Bruck Bezirkshauptstadt bleiben soll, wo doch Schwechat mehr Einwohner und Unternehmer hat. „Für Schwechat als Bezirkshauptstadt muss sich aber vor allem die offizielle Stadtseite einsetzen.“

Seitens der NEOS erklärt Michael Sicha, nicht gegen eine Gemeinde-Zusammenlegung zu sein, wenn dadurch Einsparungen erzielt werden, „ohne dass Menschen um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen.“ Auch er kritisiert, dass es im Vorfeld keine Infos an die Bürger gab.